Das Netz immer im Blick

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Stephan Zeyn hat nach einer Schulteroperation wieder mit leichten Training begonnen Foto: Hoyer

Tischtennis-Spieler Stephan Zeyn ist an und rund um den Ball aktiv

Thomas Hoyer
Barmbek
Sportvereine sind auf ehrenamtliche Tätigkeiten engagierter Mitglieder angewiesen. Zu denjenigen, die sich seit Jahrzehnten um ihre Clubs verdient gemacht haben, gehört Tischtennisspartenleiter Stephan Zeyn des SC Urania, der auch als Aktiver regelmäßig bei Punktspielen an der Platte steht. Stephan Zeyn ist ein echter Barmbeker Jung. Er wuchs ganz in der Nähe seiner heutigen Trainings- und Spielstätte, der Turnhalle Lämmersieth auf, besuchte dort die Grundschule und machte später am nicht mehr existierenden Gymnasium Uhlenhorst-Barmbek das Abitur.Seine Begeisterung für den Tischtennissport entdeckte er im „Haus der Jugend Flachsland“, wo mehrere Platten zum Spielen einluden. „Ich war zwölf Jahre alt, als mich 1968 ein Klassenkamerad überzeugte, in den SC Urania einzutreten“, erinnert sich Zeyn, der anschließend alle Jugendmannschaften des Vereins durchlief, damals in der höchsten Hamburger Klasse aufschlug, ehe er in den Herrenbereich wechselte.

1100 Spiele

Mittlerweile hat der 62-Jährige mehr als 1100 Spiele bestritten. „Tischtennis ist ein technisch anspruchsvoller Sport mit viel Bewegung“, erklärt Zeyn, der als Projektmanager für einen US-amerikanischen Konzern arbeitet, seine anhaltende Begeisterung. „Außerdem gibt es in der Szene unheimlich viele nette Leute. Wir Tischtennisspieler sind eine verschworene Gemeinschaft.“ Parallel zu seiner aktiven Karriere begann sich der Barmbeker schon früh im SC Urania ehrenamtlich zu engagieren. Mitte der 1970er-Jahre übernahm er das Training einer Jugendmannschaft. Mit dem Erwerb einer entsprechenden Übungsleiterlizenz kamen weitere Teams hinzu. Seit 1986 fungiert Zeyn als Leiter der Abteilung, die zu den größten in der Hansestadt zählt, in der Vergangenheit besonders im Damenbereich mit guten Leistungen glänzte und 2016 eine Spielgemeinschaft mit dem Bramfelder SV einging, mit dem Ziel endlich mehr Jugendliche in den Stadtteilen für das schnelle Rückschlagspiel zu begeistern. Zwar gibt es derzeit elf Herren- und drei Damenteams, doch nur eine Nachwuchsmannschaft.

Große Pläne für 2018

Tischtennis wird im Hause Zeyn ganz groß geschrieben. Ehefrau Beate, die für den Niendorfer TSV spielt, wurde im Juni 2016 Deutsche Senioren-Mannschaftsmeisterin. Tochter Annika steht für den SC Urania an der Platte, während sein Sohn Timo in der 1. Landesliga beim Walddörfer SV aufschlägt. Das vielleicht größte Erlebnis in seiner langen Karriere erwartet Stephan Zeyn im kommenden Jahr. Dann fliegen er und seine Frau nach Las Vegas, um an den Weltmeisterschaften der Senioren teilzunehmen.
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