Die neue Heimat von BU

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Der Blick von der Tribüne auf den neuen Rasen. Im Hintergrund rechts das Hotel. In der Mitte wird das Kita-Gebäude gebaut Foto: Hanke
 
Das ist unser neues Stadion! Frank Meyer (links), der Vorsitzende von Barmbek-Uhlenhorst, und Vorstandsmitglied Volker Brumm sind begeistert Foto: Hanke

Stadion kostete „siebenstelligen Betrag“. Auftakt: ein Spiel gegen VfL 93

Von Christian Hanke
Barmbek
Es ist ein kleines Schmuckstück, das neue Stadion des HSV Barmbek Uhlenhorst (BU). Das ist jetzt schon zu sehen, obwohl die Räumlichkeiten hinter der Tribüne teilweise noch Baustelle sind. Äußerlich aber atmet alles den Charme des Nigelnagelneuen. Ganz frisch, eben erst verlegt: der Kunststoffrasen mit akurat gezogenen Linien, die überdachte Tribüne mit rund 300 Sitzplätzen und die Stehplatztraversen links und rechts daneben, auf denen zusammen rund 700 Fußball-Fans Platz finden. 1800 bis 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer wird das Stadion insgesamt fassen können. Weitere Stehplätze finden sich auf der Gegengeraden und hinter den Toren. „300 bis 400 Zuschauer haben die Spiele von BU in den vergangenen Jahren durchschnittlich gesehen. Davon sind wir bei der Planung ausgegangen“, erzählt Frank Meyer, der Erste Vorsitzende von Barmbek Uhlenhorst, bei einer ersten Besichtigung des neuen Stadions. Somit können künftig nahezu alle Gäste überdacht auf der Tribüne sitzen – und das ohne Aufschlag. beim Ticket. „Wir nehmen keine Extrapreise für die Tribüne. Das würde der Tradition von BU widersprechen“, stellt Frank Meyer klar. Das ganze Gelände ist mit rund 650 Quadratmetern etwa so groß wie der alte Wilhelm-Rupprecht Platz an der Steilshooper Straße, der mittlerweile eingeebnet ist. Hier werden Wohnungen gebaut. Das neue Stadion liegt nicht weit entfernt zwischen Dieselstraße und Bramfelder Straße, unmittelbar an der U-Bahntrasse. Der Bahnhof Habichtstraße ist fünf Minuten Fußweg entfernt. Auf der Stadionfläche standen Pavillons einer benachbarten Schule.

Umzug wegen Wohnungen


Als Ausgleich erhielt die Schule ein neues Gebäude direkt neben dem Stadion. Daneben wird gerade eine Kindertagesstätte gebaut. Außerdem steht in unmittelbarer Nachbarschaft ein Hotel. Der Umzug war notwendig geworden, weil das alte Gelände um den Wilhelm-Rupprecht-Platz abgenutzt und sanierungsbedürftig war und die Stadt hier großflächig Wohnungen bauen konnte, da die benachbarten Opernwerkstätten ausgezogen waren. Deshalb war die Stadt verpflichtet, BU ein neues Stadion zur Verfügung zu stellen. Die Baukosten bewegen sich im siebenstelligen Bereich.
Vor mehr als drei Jahren hatten die Planungen begonnen. Seit Mai wurde das neue Stadion gebaut. Die Räumlichkeiten im Tribünenbau versprechen schon jetzt ein angenehmes Ambiente. Im Erdgeschoss sind vier Umkleideräumlichkeiten für Mannschaften, Duschen, Sauna und ein Multifunktionsraum fürs Aufwärmen und Sport- und Gymnastikkurse aller Art untergebracht. Die erste Etage wird dominiert von einem großzügigen Gastronomiebereich. Hier residiert auch die Geschäftsstelle.

Im Januar rollt der Ball


Eine offizielle Einweihung ist bislang nicht vorgesehen. Die ersten, die die neuen Räumlichkeiten nutzen können, werden die Gäste der Weihnachtskneipe sein, einer internen BU-Traditionsveranstaltung am ersten Weihnachtstag, die seit 60 Jahren durchgeführt wird. Der Spielbetrieb beginnt aber bereits am zweiten Januarwochenende mit einem Freundschaftsspiel gegen den VfL 93, der BU in den vergangenen Monaten auf seiner Anlage Asyl gewährte. Auf die Würstchenbude müssen BU-Fans übrigens nicht verzichten. Sie wird neben den Stehplätzen auf der Tribünenseite ihren neuen Platz finden. Auch wenn alles neu wird, die Tradition der Blau-Gelben wird nicht vergessen.
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