Dritter Saisonsieg

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Barmbeks Lennart Groth (liegend) bringt Johannes Wanckel zu Fall Foto: Thomas Hoyer

BU II gelingt trotz vieler verletzter Spieler der Sprung ins Mittelfeld

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Aufatmen bei den Bezirksligakickern des HSV Barmbek-Uhlenhorst: Mit einem verdienten 2:0-Erfolg über den Walddörfer SV gelang nach schlechtem Saisonauftakt der Sprung ins Mittelfeld. Die erste große Torchance des in Durchgang eins ausgeglichenen Spiels besaß der Gast, doch konnte BU-Keeper Stephan Hölscher den Schuss von Fabian Kock per Fuß zur Ecke abwehren (22.). Kurz vor der Pause hatte der starke Mehmet Deniz nach Flanke von Lange das 1:0 für die Platzherren auf dem Fuß, verfehlte aber das Tor. 120 Sekunden später war es erneut Deniz, der freistehend aus 12 Metern abzog, doch wurde das Leder diesmal zur Ecke abgefälscht. Kaum zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Deniz nach Flanke von Yannick Wrage mit einem Lattenkopfball Pech. Ein schöner Kopfball von Stephan Obst auf Flanke Deniz, den WSV-Torwart Constantin Laumayer abfing, und ein Schuss von Lange, der in letzter Sekunde abgeblockt wurde, fanden ebenfalls nicht das Ziel (61./64.). Kurz darauf aber hieß es nicht unverdient 1:0. Nach Flanke von Deniz „stocherte“ Marc Rößler die Kugel irgendwie über die Linie (64.), für den Gegner ein klares Abseitstor. Zwar setzte der WSV danach noch einmal alles auf eine Karte, doch die BU-Abwehr stand sicher. In der 90. Minute machte Lange nach von Lukas Müller heraus geköpfter Ecke und Pass von Deniz mit dem 2:0 alles klar, als er durchlief und den Ball ins leere Tor schob. WSV-Keeper Laumayer war zur Ecke mit nach vorne gekommen.

Viele Verletzte


Nachdem das Team von Trainer Andy Höhn in der vergangenen Jahren stets von Beginn an oben mitgemischt hatte, läuft in dieser Saison bisher längst nicht alles nach Plan, so dass es derzeit nur darum geht, sich möglichst schnell weit von der Abstiegszone abzusetzen. Der Hauptgrund für die teilweise schlechten Resultate sind nicht etwa mehrere Abgänge, darunter Stammkräfte wie Cassian Borkowski, Francis Fabian und Patrick Puchert, sondern eine Reihe Verletzter. So fehlten in den ersten Spielen fast alle Stürmer, was sich ganz deutlich in der geringen Anzahl der bisher erzielten Tore niederschlägt. Stephan Obst kam nach überstandener Knie-Operation erstmals am vorletzten Spieltag gegen Spitzenreiter Condor II (0:3) zu einem Kurzein-satz, während Lasse Keunemann, der zum erweiterten Kreis der Oberligatruppe zählt, aufgrund von Knieproblemen überhaupt noch nicht spielen konnte. Auch der dritte Stürmer, Neuzugang Patrick Lüth vom SC Alstertal-Langenhorn, auf den Trainer Höhn große Stücke hält und der gegen seinen alten Verein das Siegtor zum 1:0 erzielte, ist vom Verletzungspech verfolgt. Zudem fällt Kapitän Marco Hirsch mit einem Innenbandriss länger aus, den er sich gegen Paloma zugezogen hatte. Und auch der wegen seines Studiums für sechs Monate in Schweden weilende Jannik Landwehr fehlt der Mannschaft. Seine beste Leistung zeigte das Team bisher in der 2. Runde des Pokals, als man Landesligist HSV III lange Paroli bieten konnte, aber schließlich nach Verlängerung und Elfmeterschießen den Kürzeren zog. Die beste Vorstellung in einem Punktspiel gab es gegen die „Zweite“ des USC Paloma, die man nach roter Karte für Louis Honig trotz einstündiger Unterzahl 2:1 bezwang. „Eigentlich hatten wir das obere Tabellendrittel angepeilt“, so Trainer Höhn. „Die Verletzungsmisere hat uns vorläufig einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber die Saison ist ja noch lang. Gegen den Walddörfer SV hat mein Team endlich das abgerufen, was wir uns vorgenommen hatten.“
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