„Durchmarsch“ geglückt

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Die Frauen des HSV Barmbek-Uhlenhorst spielen in der nächsten Saison in Hamburgs höchster Klasse Foto: Thomas Hoyer
 
Barmbeks Vanessa Lehnert (l.) kann vor ihre Gegenspielerin klären Foto: Hoyer

Riesenerfolg: BU-Fußballfrauen stürmen als Meister in die Verbandsliga

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Der Durchmarsch von Hamburgs unterster Klasse bis in die Verbandsliga ist perfekt: Mit einem verdienten und ungefährdeten 3:0-Sieg über den SC Sternschanze stehen die Fußballerinnen des HSV Barmbek-Uhlenhorst bereits vier Spieltage vor Saisonschluss als Aufsteiger der Landesliga fest. Und das ist noch nicht alles. Nach der 2:3-Niederlage von Verfolger TSV Appen bei Germania Schnelsen ist dem Team auch die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Gegen den SC Sternschanze übernahmen die Barmbekerinnen auf heimischem Kunstrasen am Langenfort sofort das Kommando, erstickten fast alle Offensivbemühungen des Gegners im Keim, wobei man zunächst aber nicht wirklich Torgefahr ausstrahlte. In der 18. Minute war es der Gegner, der die erste klare Chance besaß, als eine Spielerin freistehend vorbeischoss. wobei Torhüterin Melanie Mollenthin geschickt den Winkel verkürzte. Kurz darauf erzielte Isabell Mayer mit einem vermutlich als Flanke gedachten Schuss, der sich über Sternschanzes kleine Torhüterin senkte, das 1:0 (22.). Beim zweiten Treffer, den Sophie Windisch mit einem Schuss aus acht Metern ins lange Ecke erzielte (36.), hatte BU den Gegner mit Pressing zum Fehlpass gezwungen. In der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel agierte der Gast etwas offensiver, besaß die eine oder andere Schusschance, doch wirklich gefährlich war es selten. Die besseren Möglichkeiten hatte weiterhin der Spitzenreiter. Für den endgültigen K.o. des Gegners sorgte Amina Nadzakovic, nach Freistoß von Kimberly Bühl aus dem Halbfeld, als sie den Ball aus elf Metern per Hinterkopf zum 3:0 versenkte (84.).

Neuzugänge


Zur Winterpause hatte es im Team einige Veränderungen gegeben. Vier Kickerinnen schieden aus, darunter Vanessa Ochs, ein herber Verlust im offensiven Mittelfeld (beruflich nach Australien). Mit Rebecca Wisnewski (eigene 3. Mannschaft) und Nadine Kruskowski (Norderstedter FC) rückten zwei neue Stürmerinnen in den Kader. Zudem kam mit der reaktivierten Emily Osemwegie eine weitere Verteidigerin. Das Torwartproblem, das sich nach dem Kreuzbandriss von Sabrina Hansen im Pokalspiel gegen den FC Bergedorf 85 und der Verletzung ihrer Stellvertreterin Annika Möller wie ein roter Faden durch die Saison zog und auch für die neue Serie noch nicht gelöst schien, löst in den letzten fünf Spielen die 38-jährige Melanie Molkenthin, die ihre Laufbahn beim Norderstedter FC bereits beendet hatte und gegen Sternschanze das erstmal im BU-Kasten stand. „Wir sind Melanie dankbar, dass sie so kurzfristig eingesprungen ist“, so Trainer Jens Schadewaldt. „Für die neue Serie suche ich aber noch dringend eine Torhüterin. Auch weitere erfahrene Feldspielerinnen sind willkommen.“ Die Mannschaft startete mit einem glücklichen 2:1-Erfolg über Altona 93 nach der Winterpause in den zweiten Teil der Saison. Anschließend gab es wie im Hinspiel ein 0:0 gegen den HSV, wobei die Barmbekerinnen allerdings die besseren Torchancen besaßen. Fast eine Stunde lang tat sich das Team in der nachfolgenden Partie gegen Alstertal-Langenhorn schwer, die am Ende dennoch 7:0 gewonnen wurde. Amina Nadzakovic eröffnete den Torreigen in der 56. Minute und steuerte zum Erfolg noch zwei weitere Treffer bei. „Dieser Sieg ist zu hoch ausgefallen, muss man ehrlicherweise zugeben. Der Gegner hatte in der ersten Halbzeit auch einige Chancen“, so Jens Schadewaldt, der sechs Tage später im Spitzenspiel gegen den HEBC genau das Gegenteil erlebte, als seine Schützlinge deutlicher als nur mit nur 2:1 durch zwei Treffer von Sophia Windisch hätten gewinnen müssen. Am 17. Spieltag riss eine Serie: Erstmals seit Februar 2015 mussten sich Barmbeks Frauen in einem Pflichtspiel geschlagen geben. Beim Tabellenzweiten TuS Appen erwischte das Team einen rabenschwarzen Tag und verlor mit 1:3, wohl die schlechteste Leistung in dieser Serie.
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