Ein Leben fürs Ballett

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Tanzen ist ihr Leben: Brigitte Jacobsen baute vor 20 Jahren die Ballettabteilung des Bramfelder SV auf Foto: Hoyer

Jubiläum: Brigitte Jacobsen hat die Abteilung des BSV aufgebaut

Bramfeld Der Bramfelder SV feiert am 7. und 8. Februar
ein für Sportvereine eher ungewöhnliches Jubiläum. Die Ballettabteilung wird 20. Gleichzeitig wird das 20. Jubiläum von Brigitte Jacobsen im BSV begangen, die die Ballettabteilung des Vereins aufgebaut hat. Die erfahrene Leiterin des BSV-Balletts liebt Bewegung. „Ich habe schon immer getanzt“, erzählt die ausgebildete Tanzpädagogin. Zum Ballett kam sie allerdings erst später. Ursprünglich hatte Brigitte Jacobsen mit den Ballerinas nichts am Hut. Gesell-schaftstanz war ihr Metier. Doch irgendwann zog es sie an die Ballettstange.

Zwölf Ballett-Gruppen


Die studierte Sozialpädagogin, die am Institut für Kindesentwicklung gearbeitet hat, absolvierte eine Ausbildung zur Tanzpädagogin und ließ sich zusätzlich als russische Ballettpädagogin ausbilden.
Vor 20 Jahren gründete die gebürtige Hamburgerin eine Ballettabteilung im Bramfelder SV. Zwölf Gruppen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von 5 bis 50 Jahren unterrichtet Brigitte Jacobsen dreimal in der Woche im Balletttanz. 80 bis 90 Mitglieder umfasst die Ballettabteilung des Bramfelder SV. Die Gruppen sind sowohl nach Alter als auch nach Leistung eingeteilt. „Einige kommen nur einmal die Woche, andere dreimal“, erzählt Brigitte Jacobsen. Das Niveau der Teilnehmer ist ganz unterschiedlich. Brigitte Jacobsen unterscheidet bei den Jüngsten zum Beispiel zwischen Amateuren und Profikindern. „Die Amateure sind am Anfang oft zu steif, haben manchmal Haltungsschäden. Die muss ich bewegen, während die Profikinder, die bereits Ballettunterricht hatten, oft zu beweglich sind, also gefestigt werden müssen“, erzählt die Ballettpädagogin.

„Der Ballettunterricht ist eine Form von Lebensschule.Meine Schüler lernen Disziplin und Selbstbewusstsein.“ Brigitte Jacobsen

Der eine oder die andere hat schon die Aufnahmeprüfung fürs Hamburg-Ballett geschafft. Aber das sind Ausnahmen. Die meisten Mitglieder der Ballettabteilung wollen Spaß und Bewegung. Brigitte Jacobsen legt aber in allen ihren Gruppen Wert auf Qualität, die richtigen Techniken.“ „Technik ist ein Schutz vor Verletzungen“, erzählt die Ballettlehrerin., die in dem Unterricht vielmehr sieht als nur die Vermittlung von Bewegung und einer besonderen Tanzart. „Der Ballettunterricht ist eine Form von Lebensschule. Meine Schüler lernen Disziplin und Selbstbewusstsein. Das ist eine brisante Mischung. Sie bekommen die Möglichkeit im Leben klar zu kommen“, erzählt Brigitte Jacobsen. Starallüren haben bei ihr übrigens nichts zu suchen. Das achtsame Umgehen mit anderen steht im Mittelpunkt.
Bei Brigitte Jacobsen wird aber nicht nur Woche für Woche trainiert. Alle zwei Jahre erarbeiten ihre Schülerinnen und Schüler eine Ballettinszenierung. Am 7. und 8. Februar ist es im BSV-Centrum, Ellernreihe 88, wieder soweit. Anlässlich des 20. Jubiläums der Ballettabteilung unter Brigitte Jacobsen wird zum Thema „Gezeiten“ getanzt. Bis dahin ist besonders großer Einsatz angesagt. Viel Zeit bleibt Brigitte Jacobsen da neben ihrer Leidenschaft Balletttanz nicht, um mal spazieren- oder ins Theater zu gehen, Freunde zu treffen und die Natur zu genießen oder zu reisen. Das macht sie nämlich auch ganz gern. Selten ist sie vor 22 Uhr zuhause. (ch)
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