Ein unverzichtbares Talent

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Anna-Marie Faden spielte lange parallel Tennis und Hockey, gab aber schließlich dem „weißen Sport“ den Vorzug Foto: Hoyer

Anna-Marie Faden ist auch neben dem Tenniscourt aktiv

Thomas Hoyer
Bramfeld
Sie gehört zu den besten Hamburger Tennisspielerinnen ihrer Altersklasse, rangiert in der aktuellen U16-Rangliste der Hansestadt auf Platz neun. Anna-Marie Faden vom THC Horn-Hamm greift aber nicht nur selbst zum Schläger, sondern hilft ihrem Verein auch gern im Tenniskindergarten und bei der Organisation von Turnieren und Camps. Bereits im zartem Alter von drei Jahren begann Anna-Marie Faden beim THC am Forsthof in Steilshoop die Grundlagen des „weißen Sports“ zu erlernen. „Ich war damals wohl auf meine beiden älteren Brüder neidisch, die bereits Tennisunterricht hatten, und ich wollte ebenfalls spielen“, erinnert sich Anna-Marie, die parallel zum Tennis nur ein Jahr später der Hockeyabteilung des THC Horn-Hamm beitrat, dort fortan als Torhüterin zum Einsatz kam.

U12-Meisterin

Diese Doppelbelastung nahm sie bis 2013 gern in Kauf. „Irgendwie musste ich mich dann aber mal für eine Sache entscheiden, und da kam eigentlich nur Tennis in Frage“, erzählt die Schülerin. Und das war genau der richtige Entschluss, denn schon bald stellten sich erste Erfolge ein. In der Halle wurde Anna-Marie Hamburger U12-Meisterin, gewann darüber hinaus mit Clara Puttkammer (Club an der Alster) den Titel im U14-Doppel. Hinzu kamen weitere vordere Platzierungen bei Hamburger Meisterschaften. Im vergangenen Jahr gelang Anna-Marie, Zehntklässlerin der Franz-von-Assisi-Schule mit Berufswunsch Physiotherapeutin, der Sprung in die 2. Damen-Mannschaft. Hier trug sie dazu bei, dass ihr Team ungeschlagen den Aufstieg in die Oberliga schaffte. „Anna-Marie ist ausgesprochen willensstark“, lobt Thomas Andersen, Cheftrainer des THC Horn-Hamm, seinen Schützling. „Zudem verfügt sie über sehr harte Grundschläge.“

„Eine ganz treue Seele“

Thomas Andersen bezeichnet Anna-Marie als „ganz treue Seele“. Dazu passt, wenn die junge Sportlerin sagt: „Mein Club ist für mich wie eine zweite Familie. Daher helfe ich auch gern. Besonderen Spaß bringt es mir, unseren Trainer Norbert Walter bei seiner Arbeit im Tenniskindergarten zu unterstützen.“ Und es gibt noch einen Job im Tennisbereich, den die Steilshooperin mit Begeisterung ausübt. Nach 2015 und 2016 fungierte sie auch in diesem Jahr beim alljährlichen großen Tennisturnier am Rothenbaum als Ballmädchen, kam dort in der Center-Court-Gruppe bei fast jedem Spiel zum Einsatz und war auch im Finale zwischen Florian Mayer und Leonardo Mayer dabei. „Ein echtes Vorbild habe ich nicht“, erklärt Anna Marie.„Ich schau mir von jedem etwas ab. Es ist mein Ziel, mich weiter zu verbessern, um einmal in unserer ersten Damenmannschaft zu spielen."
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