„Eine brutal schwere Aufgabe“

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Der Drittligist aus Barmbek, hintere Reihe v.l.: Felix Charbatzadeh, Per-Jonas Becker, Jonas Deelmann, Robin Morgner, Moritz Hesse, Timo Kretzschmar, Christoph Wischniewski; mittlere Reihe: Rolf Stolz, Holger Bockelmann, Timon Kaminski, Arne Schneider, Felix Weber, Tim Siebert, Arnd Sasse, Jörn Kammler Jürgen Hitsch, Anja Grimme; vordere Reihe: Matthias Vogt, Jacek Tomala, Nico Dehling, Lennard Danielsen, Florian Knust, Henning Mauer, Dennis Tretow, Stephan Schwarz Foto: HGHB
 
Zu den Neuen zählt Kreisläufer Jonas Deelmann (l.) Foto: Göing

Handballer der HG Hamburg-Barmbek starten ins Abenteuer 3. Liga

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Das Warten hat ein Ende: Am Sonnabend, 26. August, starten die Handballer der HG Hamburg-Barmbek beim heimstarken MTV Braunschweig ins Abenteuer 3. Liga – erstmals seit Gründung der Spielgemeinschaft 1984. Der neue Kader weist eine Reihe von Veränderungen auf, die hoffen lassen, dass sich das Team nach umfangreicher Vorbereitung in der neuen Spielklasse behaupten kann. Zwar sind im jetzt 19-köpfigen Aufgebot einige Abgänge zu verzeichnen, die allerdings sportlich keine Schwächung bedeuten dürften. Von den sieben Neuen, die durchweg Erfahrung in der 3. und teilweise sogar in der 2. Liga haben, ist an erster Stelle Christoph Wischniewski zu nennen, der beim VfL Bad Schwartau eine echte Institution war. Der 30-jährige Rechtsaußen war mit 84 Toren vergangene Saison Leistungsträger seines alten Teams. Für den rechten Rückraum und als Partner für Rune Hanisch wurde der 21 Jahre alte Timon Kaminski von Meister TSV Altenholz verpflichtet, der wie Wischniewski schon vorher in Hamburg wohnte. Neue Nummer eins im Tor ist Florian Knust (28), bei seinem früheren Club SV Beckdorf eine echte Stütze. Hinzu kommen vier weitere junge Spieler, darunter auf der Kreisläuferposition der 105 Kilogramm schwere Jonas Deelmann.

Harte Vorbereitung

Die Vorbereitung war hart wie nie zuvor. Fünf Testspiele, die Teilnahme an drei Turnieren sowie ein Wochentrainingslager in eigener Halle verlangten den Spielern alles ab. Eine recht gute Leistung lieferte die Mannschaft in der ersten Halbzeit im Testspiel gegen Meister und Staffelkonkurrent TSV Altenholz ab, der auf den Aufstieg verzichtet hatte und mit Empor Rostock sowie dem HSV zu den Titelaspiranten gehört. Bis zum Seitenwechsel (13:13) hielten die Barmbeker gut mit. Erst als Trainer Holger Bockelmann seine Akteure nach der Pause durchwechselte, um allen Spielpraxis zu geben, hatte man dem Favoriten nichts mehr entgegenzusetzen und verlor noch hoch. Im Umfeld des Teams gab es zwei Veränderungen. Sebastian Kühne, zuletzt in Diensten der SG Hamburg-Nord, übernimmt ab sofort das Torwarttraining Mit Stephan Schwarz, der Erfahrung im Fußballleistungsbereich besitzt, wurde zudem außer Matthias Vogt ein zweiter Physiotherapeut ins Boot geholt. Dass es sich bei allen Verantwortlichen um Handballverrückte im positiven Sinn handelt, zeigt, die Tatsache, dass sie kein Geld vom Verein erhalten, es gibt allenfalls eine geringe Aufwandsentschädigung. „Wir arbeiten alle ehrenamtlich“, so Jürgen Hitsch, sportlicher Leiter des Teams.

Erster Gegner Lokalmatador HSV

Auch die Spieler bekommen im Vergleich zu anderen Vereinen wenig. „Nur so können wir mit unserem mühsam gestemmten Etat von 150.000 Euro zurecht kommen!“ Geschätzte 10.000 Euro Fahrtkosten zu den Auswärtsspielen, bei denen eine Anreise mit dem Bus vorgeschrieben ist, 2.500 Startgeld für die 3. Liga, rund 8.500 Euro für Schiedsrichter, Zeitnehmer und Sekretäre sowie eine Kaution von 10.000 Euro, um überhaupt am Spielbetrieb teilnehmen zu können – in der 3. Liga wird es richtig teuer. „Nicht nur finanziell, sondern vor allem sportlich ist die dritthöchste deutsche Spielklasse eine immense Herausforderung“, so Hitsch. „Wir haben alles getan, um in unserem finanziellen Rahmen eine schlagkräftige Truppe präsentieren zu können. Der Klassenerhalt wird dennoch eine brutal schwere Aufgabe, zumal die Nordstaffel besonders stark einzuschätzen ist.“ Erster Heimspielgegner ist am Sonnabend, 2. September, um 18 Uhr in der Wandsbeker Sporthalle Lokalmatador HSV. Anschließend geht es zu Meister TSV Altenhorst, ehe man die SG Flensburg/Handewitt II in Wandsbek empfängt (16. September, 18 Uhr).


Zugänge: Christoph Wischniewski (VfL Lübeck-Schwartau), Timon Kaminski (TSV Altenholz), Tim Siebert (HSV Hamburg), Florian Knust (SV Beckdorf), Jonas Deelmann (TuS Lübeck), Nico Dehling (HSV Norderstedt), Lennard Danielsen (HSG Horst/Kiebitzreihe);
Abgänge: Jonas Fischer (eigene 2.Liga), Hendrik Meyn (MTV Herzhorn), Robin Hoth (TuS Aumühle/ Wohltorf), David Caballero (SG Hamburg-Nord 3), Matthias Nagl (SG Hamburg-Nord, Christoph Beutner (Studium Köln), Bastian Burchert (HSG Marne/Brunsbüttel), Nils Becker (aufgehört)
Aufgebot: Tor: Lennard Danielsen, Florian Knust; Rückraum: Anre Schneider, Tim Siebert, Timon Kaminski, Per-Jonas Becker, Timo Kretzschmar, Dennis Tretow, Rune Hanisch; Kreis: Moritz Hesse, Robin Morgner, Felix Weber, Jonas Deelmann; Rechtsaußen: Christoph Wischniewski, Nico Dehling, Jacek Tomala Linksaußen: Henning Mauer, Felix Charbatzadeh, Arnd Sasse.
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