„Erster Schritt zur Rettung“

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St. Georgs Dennis Mandelbaum bringt Marc Flemmig zu Fall und sieht dafür Gelb Foto: Hoyer
 
SVB-Trainer André Menzel dirigiert sein Team von der Seitenlinie aus Foto: Hoyer

SV Barmbek gewinnt im Abstiegskampf gegen St. Georg mit 3:2

Barmbek Mit einem hart erkämpften und am Ende verdienten 3:2-Erfolg wahrte der SV Barmbek im Nachholspiel beim ebenfalls abstiegsbedrohten SV St. Georg seine Chancen auf den Klassenerhalt. Mit der taktischen Marschroute, offensiver als in den letzten Partien zu agieren und Rico Spilcker, den besten Kicker der Gegner, aus dem Spiel zu nehmen, starteten die Barmbeker, die zuletzt viermal nacheinander verloren hatten, in das wichtige Match auf dem von Regen durchweichten Grand der Sportplatzes Quellenweg. Und die Rechnung von Trainer André Menzel ging in der ersten Halbzeit auf. Seine Truppe übernahm sofort das Kommando und erspielte sich deutliche Vorteile. Allerdings blieben echte Torchancen Mangelware. Das 1:0 in der 18. Minute entsprang einem Foul-elfmeter, den aber wohl nicht jeder Schiedsrichter gegeben hätte. St. Georgs Dennis Mandelbaum attackierte den in den Strafraum eingedrungenen Ahmed Bedor, der dabei zu Fall kam. Adullah Schirdel verwandelte sicher.

Starke Abwehr


In der Folge machte der SVB aus seiner Überlegenheit zu wenig. Die entscheidenden Pässe kamen nicht. Mit einer Ausnahme: Nach 30 Minuten war Kapitän Murat Ak nach Zuspiel von Jannes Sparinga in die Spitze frei durch, doch sein 15-Meter-Flachschuss strich knapp am Tor vorbei. Kurz vor der Pause besaßen die Barmbeker noch eine Kopfballchance von Mikko Bröcker nach Ecke von Marc Flemmig. Nach dem Seitenwechsel fanden die Platzherren, die in Durchgang eins kaum einmal gefährlich vor das SVB-Tor gekommen waren und ohne jeden Biss gespielt hatten, besser in die Partie. Große Chancen ließ die Barmbeker Abwehr allerdings nicht zu. Im Gegenteil, nach flacher Hereingabe von Shirdel hatte Bedor das 2:0 auf dem Fuß, doch verpasste er das Leder am langen Pfosten nur ganz knapp (60.). Der Ausgleich resultierte aus einem weiteren, von Hratchia Matinyan verschuldeten Foulelfmeter, den Thomas Kunzmann verwandelte, wobei SVB-Keeper Frank Hertwig noch mit der Hand am Leder war (64.). Kurz darauf vergab Bröcker eine Riesenchance, als er aus fünf Metern nur die Latte traf (72.). In der Folge setzte Trainer André Menzel ganz auf Angriff, wechselte in dem jetzt offenen Spiel mit Edin Ljubijanic und Ramon Hüber zwei Offenspieler ein. Und das sollte sich auszahlen: Kaum zwei Minuten auf dem Feld, bediente Ljubijanic mit seinem ersten Ballkontakt nach schöner Flanke von Thees Schümann den freistehenden Flemmig per Kopf, der die Kugel aus 13 Metern zur erneuten Führung in die Maschen knallte (80.). In der 87. Minute scheiterte Ak aus spitzem Winkel an St. Georgs Torwart Stephan Wendt. Aber nur 60 Sekunden später machten die Barmbeker mit dem 3:0 alles klar.

Ein „erster Schritt“


Als die Abwehr der Platzherren einschließlich des Torwarts auf Abseits spekulierte, der Schiedsrichter aber weiter spielen ließ, traf Hüber aus zehn Metern zum 3:1. In der Nachspielzeit gelang St. Georg nach schlechtem Abschlag von Torhüter Hertwig durch Nowak noch der Anschlusstreffer. Aber kurz darauf kam der erlösende Abpfiff. „Unser Sieg ist auf jeden Fall verdient“, so Trainer Menzel, „doch bedeutet er nur den ersten Schritt zur Rettung. Jetzt erwarten uns drei Spiele gegen die ebenfalls abstiegsbedrohten Mannschaften von Weiss-Blau 63, HT 16 und NCG FC Hamburg sowie die Partie gegen den Bramfelder SV, alles Gegner, die war schlagen können und schlagen müssen.“
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