Geschwister mit Sport im Blut

Anzeige
Im Gleichschritt zum sportlichen Erfolg: Judokämpferin Renée Lucht und ihr Bruder, Fußballas Benjamin, haben schon viele Pokale errungen. Foto: Hanke

Renée und Benjamin sind ein Erfolgsduo: Sie besuchen die Eliteschule des Sports

Bramfeld. An Pokalen und Auszeichnungen fehlt es nicht in der Wohnung von Familie Lucht. Wenn die 14-jährige Renée und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Benjamin zum Foto mit zwei der Trophäen gebeten werden, haben sie die Qual der Wahl. Renée ist gerade Neunte bei den Deutschen Judomeisterschaften U18 geworden. Außerdem ist sie amtierende norddeutsche Vizemeisterin in dieser Altersklasse und gehört zum Kader des derzeitigen Deutschen Vizemeisters.

Judo von klein auf

Es sind nicht die ersten Erfolge der Schülerin aus Bramfeld in der japanischen Kampfsportart. Mit vier Jahren hat sie mit dem Judosport begonnen. Erst kämpfte sie in der näheren Umgebung beim Bramfelder SV und beim 1. FC Hellbrook, dann wechselte sie zur Hamburger Turnerschaft von 1816 (HT 16) in Hamm.

„Ich habe zufällig bei den Älteren mittrainiert. Da hat mich der Trainer gleich dabehalten“, Renée Lucht


„Bei der HT 16 sind mehr Mädchen, mit denen sie trainieren kann“, erzählt Mutter Nicole Lucht, die selbst im heutigen Alter ihrer Tochter eine hervorragende Judosportlerin war (und deshalb 1985 im WochenBlatt in einem (s)porträt vorgestellt wurde). Die HT 16 hat eine auch auf Leistungssport ausgerichtete Judoabteilung. Deshalb wollte Renée dahin. Die Mutter habe sie übrigens nicht beeinflusst, erklärt sie. Judo ist ganz allein ihre Sache. Den Sport kann die junge Leistungssportlerin seit einem Jahr gut mit der Schule verbinden, denn sie besucht seit der achten Klasse die Eliteschule des Sports am Alten Teichweg. Dort hat sie vier Stunden in der Woche Judo und zwei Stunden Krafttraining. Zusammen mit dem Training bei der HT 16 und einem weiteren Training für den Hamburg-Kader kommt Renée auf zwölf Stunden Judo in der Woche.
Ebensoviele Stunden verbringt ihr Bruder Benjamin in der Woche mit dem Fußballspielen. Das runde Leder bestimmt derzeit sein Leben.
Auch Benjamin besucht die Eliteschule des Sports, trainiert außerdem im Stützpunkt des Hamburger Fußballverbandes in Steilshoop. Beim Bramfelder SV kickt Benjamin bereits in der 2. C-Jugend, eine Klasse höher als sein Jahrgang. „Ich habe zufällig bei den Älteren mittrainiert. Da hat mich der Trainer gleich dabehalten“, erzählt der Zwölfjährige. In der Verbandsliga spielt er derzeit mit Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga. In Mittelfeld und Abwehr.

Zwei große Sporttalente

Zwei große Sporttalente unter einem Dach: Das fordert auch die Mutter. Jeden Tag fährt sie ihre Kinder von einem Training zum nächsten: Alter Teichweg, Bramfeld, Hamm, Steilshoop heißen die Stationen. Und am Wochenende warten Wettkämpfe, Punkt- und Freundschaftsspiele. Nicht nur in Hamburg. Renée bestreitet zehn bis 15 Turniere im Jahr. Da geht´s auch nach Polen, Dänemark oder Belgien. Benjamin spielt jedes Jahr ein Fußballturnier in Spanien. Anschließend macht Familie Lucht dort Urlaub. So lässt sich das Angenehme auch noch gut mit dem Nützlichen verbinden. Wovon träumen die Geschwister Lucht, wollen sie sich auch beruflich mit Sport beschäftigen werden? Erst einmal die nächsten Ziele. Renée will in den Nationalkader, hofft auf Europa- und Weltmeisterschaften. Benjamin peilt den Hamburg-Kader und den Aufstieg mit Bramfeld in die Regionalliga an. Gibt´s da noch Zeit für irgendetwas anderes? Renée wird im April konfirmiert, ist in der Vorbereitung. Und Benjamin sagt´s ganz leise: „Ja. Ich spiele auch Playstation.“ (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige