Glückliches Unentschieden

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Patrick Lüth vergab nach 90 Sekunden die erste Chance für BU. Mit artistischer Einlage schießt er das Leder knapp über das Gehäuse Foto: Thomas Hoyer

Achtungserfolg für abgeschlagene Uranen gegen BU II

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Im vorläufig wohl letzten Lokalderby trennten sich der SC Urania, der abgeschlagen auf Rang 15 der Bezirksliga Nord rangiert, und die „Zweite“ des HSV Barmbek-Uhlenhorst mit 1:1. In einem Spiel, das die Gäste über weite Strecken klar bestimmten, aber letztlich zu wenig aus ihren technischen Möglichkeiten und den vorhandenen Chancen machten. Gleich zu Beginn der Partie sah es so aus, als würde BU am Ende als klarer Sieger vom Platz gehen. Kaum 120 Sekunden waren gespielt, da vergab Patrick Lüth aus sechs Metern die erste klare Chance, als er das Leder mit artistischer Leistung knapp über das Tor setzte. Fünf Minuten später war es Lukas Müller, dessen Schuss Jonas Rennicke auf der Linie klären konnte. Danach hatte BU das Geschehen zwar weiter im Griff, doch zunächst ergaben sich keine Möglichkeiten. Erst nach 25 Minuten kamen die Gäste wieder zu einigen gefährlichen Aktionen. Schüsse von Lüth und Lennart Groth sowie ein Kopfball von Nico Hofmann nach Flanke von Timo Wrage brachten jedoch nichts Zählbares ein. Kurz vor dem Seitenwechsel besaßen auch die bis dahin nach vorne ziemlich harmlosen agierenden Uranen eine sehr gute Chance, als Torben Malmgren nach schöner Flanke von Angelo Diekmann frei zum Kopfball kam, aber die Kugel über das Tor setzte. Die erste Einschussmöglichkeit des Gastes in der zweiten Halbzeit hatte Wrage nach Ecke von Lüth auf den kurzen Pfosten. Sein Volleyschuss verfehlte jedoch das Tor (55.). Kurz darauf hatte die Urania Riesenglück, als Stephan Obst nach schlecht geklärter Ecke nur den Pfosten traf und der Nachschuss von Lüth von einem Abwehrbein ins Toraus abgefälscht wurde. In der 69. Minute sah bei den Platzherren Milosz Rychlowski in dem ansonsten fairen Spiel wegen einer Tätlichkeit gegen Lüth die rote Karte. Den fälligen, von Obst getretenen Freistoß konnte Uranias Keeper Marcel Happich, von Hause aus eigentlich Stürmer, der den aus privaten Gründen verhinderten Torhüter Renée Ritter ersetzen musste, gerade noch parieren. In den folgenden Minuten vergaben Lukas Müller und Obst mit einem schlecht getimten Kopfball zwei weitere Möglichkeiten (74./75.). Anschließend waren es abermals Müller und Obst, die frei am linken Eck des Fünfmeterraums standen, sich aber nicht einig konnten, wer schießen sollte (76.). Doch kurz darauf war es endlich soweit: Nach Steilpass von Obst, traf Lüth aus elf Metern zum überfälligen 1:0 (80.). Doch was kaum jemand für möglich gehalten hatte, wurde zwei Minuten später Wirklichkeit. Den Uranen, die bis dahin in der zweiten Halbzeit nur einen Distanzschuss auf das BU-Tor abgegeben hatten, gelang in Unterzahl der Ausgleich. Nach einem Pressschlag im Strafraum kam das Leder zu Gusmao Do Quental, der den eingewechselten Jan-Philip Lucki bediente, dessen Lupfer über Keeper Stephan Hölscher zum glücklichen 1:1 in den Maschen landete. In der Schlussphase drängte BU zwar auf den Siegtreffer. Wirklich gefährlich wurde es aber nur noch einmal, als ein Schuss von Wrage knapp am Gästetor vorbeistrich (89.). „Das 1:1 war schon eine Enttäuschung, wir hätten klar gewinnen müssen,“ so BU-Trainer Andy Höhn.
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