Hamburgs Schüler jagen den Puck

Anzeige
Das Eishockeyteam der Stadtteilschule Bramfeld (hintere Reihe v.l.): Louis Heß, Sportlehrerin Frauke Graetz und Phillip Dittmer; (vordere Reihe): Jeremy Herrmann, Celine England, Miguel Meusel und Julian Stolz Foto: Hoyer
 
Siegerehrung mit zwei Stars der Eishockey Crocodiles (v.l.): Semjon Bär, Jeremy Herrmann, Tim Marek und Celine England Foto: Hoyer

Team der Bramfelder Stadtteilschule holt in der Eissporthalle Farmsen den silbernen Pokal

Von Thomas Hoyer
Bramfeld
Die Eissporthalle Farmsen war am vergangenen Freitag (20. Januar) Schauplatz der Endspiele um die Hamburger Schulmeisterschaft der Altersklassen 7./8. und 9./10. Klasse. Auch wenn es am Ende nicht zum Titel bei den Älteren reichte, schlug sich das diesmal einzige Team der Stadtteilschule Bramfeld prima.

Lange Schultradition

An der Stadtteilschule Bramfeld hat der schnelle Kufensport eine lange Tradition. Schon bei den ersten Schulmeisterschaften, die bald nach Fertigstellung der Farmsener Eissporthalle im Jahr 1978 ihre Premiere feierten, nahmen Teams der damaligen Ganztagsschule Hegholt, die 2011 mit der Schule am Bramfelder Dorfplatz zur heutigen Stadtteilschule verschmolz, an den beliebten Wettkämpfen teil. Besonders verdient machte sich dabei der damalige und inzwischen pensionierte Leiter der Schule Hegholt, Joachim Grawert, der die Mannschaften mit großer Begeisterung selbst trainierte, wobei ihn Sportlehrerin Rosi Hoppe als Betreuerin unterstützte.

Schulmannschaft drohte das Aus

Später übernahm Sportlehrer Christoph Engler die Regie, der genau wie sein Vorgänger die bis zu vier Teams während der kalten Jahreszeit jeden Freitag von 7 bis 9 Uhr morgens in Farmsen auf die Meisterschaften vorbereitete und wie Joachim Grawert zahlreiche Titel mit seinen verschiedenen Mannschaften gewann. Nach dem Ausscheiden von Engler im vergangenen Sommer drohte das Eishockey an der Stadtteilschule Bramfeld einzuschlafen, doch erklärte sich Sportlehrerin Frauke Graetz im Dezember auf Bitten mehrerer Schüler bereit, wieder eine Mannschaft zu melden und deren Betreuung zu übernehmen.

Mädchen und Jungs in einem Team

Aufgrund des späten Zeitpunkts konnte allerdings nicht mehr trainiert werden. Kein Beinbruch, da mit Ausnahme des 13-jährigen Jeremy Herrmann fünf der sechs Akteure bei den Crocodiles spielen. Unter ihnen mit Celine England auch ein Mädchen. „Eine richtig gute Spielerin, die mit den Jungs problemlos mithalten kann“, so Frauke Graetz. „Sie geht keinem Zweikampf aus dem Weg.“ Das stellte die 14-jährige Schülerin auch am vergangenen Freitag im Endspiel der 9./10. Klassen gegen das Team der Stadtteilschule Walddörfer unter Beweis. Doch konnte auch sie nichts daran ändern, dass sie mit ihren männlichen Mitstreitern schnell mit 0:2 ins Hintertreffen geriet und von da an stets einem Rückstand hinterher laufen musste. Nach dem Anschlusstreffer durch Julian Stolz hieß es zur ersten Drittelpause 1:3. Zwar trafen für die Bramfelder anschließend Miguel Meusel, Louis Heß und abermals Julian Stolz, doch der Gegner machte es ebenso gut und führte nach Ablauf des zweiten Spielabschnitts mit 6:4. Pech hatte kurz vor Ende des Drittels Miguel Meusel, dessen erneuter Anschlusstreffer von Schiedsrichter und Turnierleiter Sven Julius nicht gewertet wurde, da der Puck zu hoch im gegnerischen Gehäuse einschlug. Auch im letzten Drittel gab es drei Tore durch Louis Heß, Julian Stolz und Miguel Meusel, doch konnte man die Niederlage nicht mehr abwenden. Am Ende hieß es 7:10.

Gutes Endspiel

„Leider ist es uns kaum gelungen, den gegnerischen Spielmacher entscheidend zu stören“, so Frauke Graetz. „Meine Mannschaft hat aber nie aufgegeben.“ Besonderes Lob verdienten sich beide Teams von Sven Julius: „Das war eine Partie auf taktisch und spielerisch hohem Niveau, eines der besten Endspiele, das ich je gesehen habe.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige