Handball-Damen aufgestiegen

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Die Frauen der HGHB spielen in der nächsten Serie in Hamburgs höchster Klasse Foto: Hoyer

Barmbekerinnen spielen kommende Saison in der Hamburg-Liga. Mannschaftliche Geschlossenheit als Erfolgsrezept

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Damit hatte vor Saisonbeginn wohl kaum einer gerechnet: Die Handballerinnen der HG Hamburg-Barmbek sind als Meister der Landesliga 2 in die Hamburg-Liga aufgestiegen. Bereits zwei Spieltage vor Ende der Serie machte das Team von Trainer Ingo Jonnson mit einem 24:15 (12:1)-Sieg über Verfolger TH Eilbeck II den Sprung in die höchste Klasse der Hansestadt perfekt. Letzter Gegner ist am kommenden Sonntag (17.4.) in eigener Halle am Alten Teichweg um 15 Uhr die SG Hamburg-Nord II. Eine schwache Leistung wie am vergangenen Wochenende beim bedeutungslosen Auswärtsspiel gegen den Ahrensburger TSV blieb in dieser Serie die Ausnahme. Die Barmbekerinen enttäuschten dort auf ganzer Linie, verloren 16:21 (7:11). Nur Kristin Hinck durfte sich freuen: Sie erzielte das 500. HGHB-Tor in dieser Saison. Nach der Partie, in der Elisa Tetzlaff immerhin viermal traf, sprach Trainer Ingo Jonsson von mentaler Leere in seiner Mannschaft.
Vor Saisonbeginn hatte sich der Coach zum Ziel gesetzt, die individuelle Klasse seiner Spielerinnen zu steigern, um dann auf eine schlagkräftige Truppe zu setzen. „Von einem bestimmten Tabellenplatz wurde überhaupt nicht gesprochen“, so der Trainer, der selbst etwas überrascht davon war, dass seine Schützlinge so schnell in die Spur fanden, schon bald die Tabellenführung übernahmen und diese bis Saisonende nicht mehr abgaben, obwohl mit Isabell Zurwellen und Carolin Fuhrhop zwei Dauerverletzte zu beklagen waren. Nicht etwa die direkten Verfolger, sondern die „Dritte“ des TSV Ellerbek, die im Mittelfeld rangiert, holte das Team um Mannschaftsführerin Kristin Hinck zweimal auf den Boden der Tatsachen zurück, gewann gleich beide Spiele. Die dritte von vier Niederlagen gab es in Buxtehude. Hinzu kommt ein Unentschieden gegen die SG Harburg, alle übrigen 16 Partien wurden gewonnen. Von den 507 Toren gehen etwa ein Viertel auf das Konto von Tabea Waßmuth. „Das soll aber nicht heißen, dass unser Erfolgsgeheimnis die Klasse einzelner Spielerinnen ist“, stellt Ingo Jonsson klar. „Im Gegenteil, es ist die mannschaftliche Geschlossenheit und eine spielerische Steigerung im Verlauf der Saison, die uns den Aufstieg beschert haben. Besonders gefreut habe ich mich nicht nur über die Treffsicherheit unserer Offensivabteilung, sondern auch über die Leistung unserer Abwehr um Luise Krätschmer und Jenny Harre.“ In der kommenden Saison geht es zunächst einmal um den Klassenerhalt in der Hamburg-Liga. Alle Spielerinnen werden bleiben, wollen zusammen noch etwas bewegen. Laut Trainer Jonsson wird es aber noch die eine oder andere gezielte Verstärkung geben. Mögliche Zugänge sind allerdings noch nicht spruchreif.
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