HG Hamburg-Barmbek: Fast am Ziel der Träume

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Arne Schneider traf gegen Neumünster dreimal Foto: Bennet Göing
 
Mit neun Treffern war Dennis Tretow gegen Neumünster bester HGHB-Torschütze Foto: Hoyer

HGHB-Sieg gegen Neumünster – Verfolger verliert in Kiel

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Das Tor zur 3. Liga steht für die Handballer der HG Hamburg-Barmbek zwei Spieltage vor Saisonschluss ganz weit offen. Der immer noch ungeschlagene Oberliga-Spitzenreiter besiegte in eigener Halle am vergangenen Sonnabend den Tabellenvierten WIFT Neumünster mit 34:31 (16:17), während Verfolger HSG Ostsee Neustadt/Grömitz bei der „Zweiten“ des THW Kiel 19:22 unterlag und damit jetzt vier Punkte zurückliegt.

Die erste Viertelstunde der äußerst hart geführten Begegnung verlief ausgeglichen (9:9). Dann gelang es den Barmbekern zwar auf 15:11 davonzuziehen, doch als Rune Hanisch mit herausgesprungenem Wirbel verletzt ausscheiden musste, gab es einen Bruch im Spiel. Zur Pause hieß es 16:17. Obwohl Hanisch nach hervorragender Arbeit von Mannschaftsarzt Rolf Stolz und „Physio“ Matthias Vogt nach der Pause wieder auflaufen konnte, geriet die HGHB bis Mitte der zweiten Halbzeit mit 20:25 ins Hintertreffen. Doch das Team zeigte nach Umstellung auf 5:1-Deckung und Torwartwechsel eine tolle Moral, glich sechs Minuten vor Schluss zum 30:30 aus und gewann schließlich mit 34:30. Treffsicherste Schützen waren Dennis Tretow (9), Rune Hanisch – er erlitt später noch eine Gehirnerschütterung – und Jacek Tomala (je 6).

Fünf Partien auswärts

Die vergangenen Wochen waren für die Barmbeker von einer unglaublichen Belastung geprägt, der man letzten Endes mit Bravour standhielt. Aufgrund von Spielplanänderungen musste das Team gleich fünfmal in Folge hintereinander auswärts antreten, wobei man drei Partien innerhalb von nur sechs Tagen zu absolvieren hatte.Eine Glanzvorstellung boten Kapitän Per Becker und seine Mitstreiter beim TSV Hürup, in einem Match, von dem sich die Konkurrenz endlich einen Ausrutscher der HGHB erhoffte. Beim souveränen 31:21-Sieg bot vor allem Arne Schneider eine ganz starke Leistung. Allerdings merkte man den Barmbekern zwei Tage später das kräftezährende Match noch an. Bei der SG Hamburg Nord lag das Team nämlich zunächst 1:8 zurück, gewann aber schließlich noch 28:24. Die schon drei Tage darauf folgende Partie bei der zweiten Mannschaft des THW Kiel hatte es ebenfalls in sich. Zur Halbzeit lag man bereits 17:7 in Führung, behielt aber am Ende nur mit 27:26 die Oberhand. „Ein derartiges Spiel wie in Kiel habe ich bisher noch nicht erlebt“, so Ligaobmann Jürgen Hitsch. „Die Schiedsrichter haben plötzlich ihre Linie total verändert und uns dann wiederholt grob benachteiligt.“

Kurz vor dem Meistertitel

Am kommenden Sonnabend können die Barmbeker die Meisterschaft bereits perfekt machen. Dazu reicht bei Verfolger HSG Ostsee/ Neustadt bereits ein Punkt. Im Hinspiel in Hamburg trennten sich beide Teams am Ende leistungsgerecht 22:22, nachdem die HGHB kurz vor der Pause schon einmal mit vier Toren in Führung gelegen hatte. „Bei mir gab es bisher rund 200 Kartennachfragen für das Spiel“, freut sich Jürgen Hitsch. „Auf jeden Fall werden wir mit zwei Bussen nach Neustadt fahren.“ Anpfiff in der Gogengrog-Halle ist um 16 Uhr. Im letzten Saisonspiel trifft das Team von Trainer Holger Bockelmann dann zu Hause auf den TSV Hürup (6.5., 18 Uhr, Halle Langenfort). „Während die Ausgangsposition für den Gewinn des Meistertitels so hervorragend ist, steht hinter einem möglichen Aufstieg noch ein Fragenzeichen“, so Jürgen Hitsch. „Wir haben zwar für die 3. Liga gemeldet, doch eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, da wir den Etat erheblich aufstocken müssen.“
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