HG Hamburg-Barmbek mischt oben mit

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Kreisläufer Robin Morgner traf gegen die HG Hamburg-Nord viermal Foto: Hoyer

Verletztenmisere konnte das Handball-Team nicht stoppen

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Mit einem 28:22-Sieg bei der SG Hamburg-Nord untermauerten die Handballer der HG Hamburg-Barmbek ihren vierten Rang in der Oberliga Hamburg/ Schleswig Holstein. Eine Platzierung, die sich sehen lassen kann. In der Halle Tegelsbarg lieferte die Truppe von Trainer Holger Bockelmann nach der schlechten Vorstellung am Vorwochende gegen den AMTV eine gute erste Halbzeit ab und führte zur Pause bereits mit 16:11. Im zweiten, sehr hektischen Spielabschnitt – Robin Morgner sah nach zwei Zeitstrafen Rot – kamen die Gastgeber noch einmal bis auf zwei Tore heran (20:22), doch am Ende gewannen die stets in Führung liegenden Barmbeker noch klar. Bester Torschütze war einmal mehr Dennis Tretow mit neun Treffern, darunter drei verwandelten Siebenmetern, gefolgt von Timo Kretzschmar (5) und Robin Morgner (4).

Freude überwiegt


Mit dem bisherigen Saisonverlauf darf man mehr als zufrieden sein, auch wenn die Barmbeker dreimal gegen Mannschaften verloren, die man eigentlich hätte schlagen müssen (HG HH-Nord, Bad Schwartau, AMTV). „In diesen Spielen haben wir wirklich enttäuscht und sechs Punkte liegen lassen“, trauert Ligaobmann Jürgen Hitsch den verlorenen Zählern nach. „So schlecht wie gegen den AMTV hat sich die Mannschaft lange nicht mehr präsentiert.“ Doch die Freude über die guten Leistungen überwiegt bei weitem. Absoluter Höhepunkt war bisher die Topvorstellung beim Favoriten WIFT Neumünster. Mit einem 32:30-Sieg schob sich die Truppe sogar vorübergehend auf den zweiten Platz vor. Und das trotz einer ganz großen Verletztenmisere. Gleich zu Beginn der Saison fiel Rechtsaußen Robin Hoth, einer der wenigen Linkshänder im Team, mit einem verschleppten Muskelfaserriss aus. Es folgten Henning Mauer, der nach schwerer Armverletzung gegen den TSV Hürup Mitte Oktober, in der vergangenen Woche erstmals wieder im Pokal zum Einsatz kam, und Aaron-Levin Dietrich mit einer Schulterluxation in der Partie gegen die „Zweite“ des THW Kiel im letzten Match des vergangenen Jahres.
Ganz schwer erwischte es auch Nils Becker, einen der Schüsselspieler des Teams in Abwehr und Angriff, der im Oktober in Bad Schwartau einen Kreuzbandriss erlitt. „Da hat sich unser großer Kader, in dem jede Position doppelt besetzt ist, richtig bezahlt gemacht“, so Jürgen Hitsch. „Im Großen und Ganzen konnten wir deshalb die Ausfälle ganz gut kompensieren.“ Der zweite Grund für das positive Fazit ist das glückliche Händchen bei den Neuverpflichtungen. Alle vier Zugänge erwiesen sich als die erhoffte Verstärkung, allen voran der zweitligaerfahrene Dennis Tretow, mit bislang 72 Toren treffsicherster Schütze des Teams. Im Pokal-Achtelfinale, das gegen den Ligakonkurrenten FC St. Pauli auswärts nach toller Vorstellung am vergangenen Mittwoch mit 30:21 gewonnen wurde, traf Tretow alleine 13 Mal. Und auch Jonas Fischer, der Mitte der Hinserie vom Pullheimer SC (Oberliga Mittelrhein) zur HGHB wechselte und im Rückraum links spielt, hat bislang alle Erwartungen erfüllt.
„In unserer Mannschaft hat es einige Umbauten gegeben, weshalb manchmal noch die Konstanz in den Leistungen etwas fehlt“, so Jürgen Hitsch. „Aber der Trainer und ich sind uns einig, dass wir stark genug sind, um am Ende Dritter zu werden. Das wäre die beste Platzierung unser 1. Herren seit Gründung der HGHB.“
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