HGHB: Mit dem letzten Wurf verloren

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Barmbeks zweifacher Torschütze, Robin Morgner, kassierte in der Anfangsphase zwei fragwürdige Zeitstrafen Foto: HGHB/ Göing

Barmbeker Handballer zeigen gutes Drittliga-Debüt

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Das war ganz knapp. Bei ihrem Debüt in der 3. Liga boten die Handballer der HG Hamburg-Barmbek eine sehr gute Leistung, doch am Ende wurde der engagierte Auftritt nicht belohnt. Vor über 1.000 Zuschauern verlor das Team von Trainer Holger Bockelmann auswärts gegen den heimstarken MTV Braunschweig unglücklich mit 25 : 26. Schnell gerieten die Barmbeker ins Hintertreffen. Schuld daran waren die zwei, aus ihrer Sicht unbegreiflichen Zeitstrafen für Kreisläufer Robin Morgner. Doch nach einer Umstellung auf eine 5:1-Deckung und mit lautstarker Unterstützung der 25 mitgereisten Anhänger fand die HGHB immer besser ins Spiel und holte Tor für Tor auf. Zur Pause lagen die Hamburger mit 14:13 in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel sorgte ein Defekt an der Anzeigetafel für einige Verwirrung. Aufgrund der hohen Temperaturen in der Halle floss der Schweiß in Strömen, immer wieder musste die Partie unterbrochen werden, um den Hallenboden zu wischen. „Kein Mensch wusste, wie lange noch zu spielen ist“, bedauerte Jürgen Hitsch, sportlicher Leiter der HGHB. Das Team ließ sich von diesen Widrigkeiten nicht beeindrucken und baute die Führung auf 19:14 aus.

Duell auf Augenhöhe

Der Gegner gab sich allerdings nicht geschlagen und wurde von den Zuschauern lautstark unterstützt. Doch die Barmbeker verteidigten ihre Führung bis 85 Sekunden vor dem Abpfiff. Beim Stand von 25 : 25 folgte dann mit dem allerletzten Wurf der Partie der Siegtreffer der Gastgeber. Für die Barmbeker kam der Abpfiff überraschend, denn auf Hamburger Seite war man der Meinung, dass die Partie noch gut 40 Sekunden andauern sollte. Der Ausfall der Hallenuhr erwies sich also als Nachteil. Die erfolgreichsten Torschützen der Barmbeker waren Timon Kaminski (7, davon 3 Siebenmeter), Dennis Tretow (6) und Arne Schneider (5/2). „Natürlich haben wir einige Fehler gemacht, aber nach dem Verlauf der Partie hätten wir dennoch gewinnen müssen. Das war ein Duell auf Augenhöhe, das Mut macht“, zeigte sich Jürgen Hitsch etwas enttäuscht. Ob die Mannschaft allerdings am kommenden Sonnabend dem hoch favorisierten HSV Paroli bieten kann, bleibt abzuwarten (Sporthalle Wandsbek, 18 Uhr). Jürgen Hitsch: „Für uns ist dieses Duell die große Chance, eine Visitenkarte für den Barmbeker Handballsport abzugeben.“
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