Jetzt wird es ganz eng

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Uranias Marcel Happich (l.), gegen Lokstedt bester Spieler seines Teams, im Zweikampf mit Ihsan AzizmahmutogullFoto: Thomas Hoyer
 
Andreas Dämmich löste Christan Schütt vor vier Wochen als Trainer ab Foto: Thomas Hoyer

Urania nach 3:6 in Lokstedt auf Abstiegsplatz

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Jetzt wird es für die Bezirksligakicker des SC Urania ganz schwer die Klasse zu halten: Nach einer 3:6-Niederlage bei Eintracht Lokstedt rutschte das Team auf den drittletzten Platz der Nordstaffel ab. Zwar beträgt der Abstand zum rettenden Ufer nur einen Punkt, doch das Restprogramm hat es in sich: Nächster Gegner ist am kommenden Sonntag auf eigenem Platz der Tabellenvierte Walddörfer SV, ehe man am letzten Spieltag beim übermächtigen Meister SC Poppenbüttel antreten muss, wo ein Punktgewinn einer echten Sensation gleichkäme.

Viele Zweikämpfe

In Lokstedt besaßen die Uranen die erste Chance, als Lukas Maib eine Flanke von Philipp Rössing nicht unter Kontrolle bringen konnte und der Ball von seiner Brust in die Arme des Torwarts prallte (4.). Schon im Gegenzug hatten die Gastgeber das 1:0 auf dem Fuß, doch konnte Milosz Rychlowski den Schuss gerade noch abblocken. Danach bestimmten die Platzherren eindeutig das Geschehen. Uranias Kicker verloren zu viele Zweikämpfe und leisteten sich im Aufbau einen Fehlpass nach dem anderen.

Tor aus 17 Metern

Dennoch kam das Team bei einem seiner wenigen gefährlichen Angriffe zu einer guten Chance, doch war der Schuss von Rössing zu schwach (17.). Kurz darauf begann der muntere Torreigen. Nachdem Uranias Abwehr gleich mehrfach nicht hatte klären können, traf Michal Czebiolko für die Gastgeber zum 1:0 (20.). Doch bereits sechs Minuten später erzielte Marcel Happich, Uranias bester Spieler an diesem Tag, aus 17 Metern das 1:1. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange. Als sich Oliver Malmgren fast an der Torauslinie ausspielen ließ und Keeper Christian Handorf die anschließende Hereingabe nur zur Mitte abwehren konnte, bedankte sich Serkan Mert mit dem 2:1. (36.).

Guter Kampfgeist

Und erneut schafften die Barmbeker den Ausgleich: Nach Torwartabwehr eines 35-Meter-Freistoßes von Rössing, staubte Happich aus abseitsverdächtiger Position zum 2:2 ab (41.). Leider gelang es den in der Defensive vielfach unsicheren Barmbekern nicht, das Ergebnis in die Halbzeit zu retten. Nach einem Heber über die Abwehr brachte Marc Precht die spielerisch besseren Lokstedter zum dritten Mal in Führung (45.), und als den Gastgebern sechs Minuten nach Wiederanpfiff durch Ersin Cavus per Außenrist das 4:2 gelang, schien die Partie gelaufen. Aber die Uranen kämpften unverdrossen weiter. Tatsächlich konnte Rössing nach Steilpass von Happich verkürzen (65.). Danach kamen Simon Navarro und Rössing sogar noch zu zwei Möglichkeiten zum 4:4, dann aber machten die Lokstedter mit einen Doppelschlag alles klar.
Ersin Cavus und Sandro Mischkowski legten die Treffer fünf und sechs nach (78./80.). Weitere gute Möglichkeiten ließen die Platzherren ungenutzt.„Wir haben heute zu viele Geschenke verteilt“, so Andreas Dämmich, der Christian Schütt vor vier Wochen als Trainer abgelöst hatte. „Jetzt muss ein Sieg gegen meine ehemalige Mannschaft, den Walddörfer SV, her. Nur dann haben wir noch eine Chance die Klasse zu halten.“
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