Kampfgeist wurde belohnt

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Uranias Nikolas Dech klärt vor Torjäger Simon Flandrin Foto: Thomas Hoyer
 
Trainer Dämmich ist überzeugt, dass sich sein Team noch vor dem Abstieg retten kann Foto: Hoyer

Fußballherren des SC Urania knöpfen Sperber einen Punkt ab

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Totgesagte leben länger: Für eine dicke Überraschung sorgte der SC Urania am vergangenen Sonntag im Nachholspiel gegen den SC Sperber. Nach kämpferisch toller Leistung trotzte der Tabellenletzte vom Schützenhof dem Aufstiegsaspiranten der Bezirksliga Nord ein 1:1 ab. Zu Anfang sah es aus, als würden die Alsterdorfer ihrer Favoritenrolle gerecht. Kaum drei Minuten waren gespielt, als Jannik Sebald frei vor Torwart Renée Ritter auftauchte, den Keeper noch überspielen wollte, aber sich den Ball zu weit vorlegte. In der 17. Minute scheiterte Sebald aus sieben Metern an Ritter. Urania kam in der Folge nur zu wenigen Entlastungsangriffen, und wenn es einmal gefährlich wurde, war Ivan Brkic, der ein starkes Spiel machte, an den Aktionen beteiligt. Das 1:0 für die Gäste fiel in der 36. Minute, als sich Jan-Philip Hartmann zunächst im Zweikampf gegen den ansonsten guten Niklas Dech durchsetzte, diesen überlupfte und anschließend aus 15 Metern auch den aus seinem Gehäuse geeilten Ritter. Kurz vor der Pause schnupperten die Platzherren zweimal am Ausgleich. Ein Kopfball von Fabian Dämmich nach Flanke von Brkic verfehlte das Tor, dann war es Brkic, der mit einem direkten 28m-Freistoß-Hammer nur die Latte traf.

Abwehr nicht zu knacken


Zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Brkic mehr Glück. Der Routinier behauptete sich energisch gegen Sperbers Torwart Daniel Göbel und schoss 1:1 ein, wobei die Alsterdorfer vergeblich ein Foul an ihrem Keeper reklamierten. Der Gegner fand in der Folge keine Mittel, um die Uranen-Abwehr zu knacken. Vor allem Verteidiger Oliver Malmgren lieferte auf der rechten Abwehrseite ein Riesen-spiel. Zweimal forderten die Sper-beraner nach harten Aktionen gegen Jan-Philipp Hartmann und Frank Henniger Elfmeter, doch blieb der Pfiff des Unparteischen aus. „In der einen Situation hätte ich wohl auch Strafstoß gegeben“, musste auch Uranias Trainer Andreas Dämmich einräumen. In der Schlussphase besaß der Favorit noch einige Chancen zum Siegtreffer. Einmal konnte Dech den Ball kurz vor Line wegschlagen, dann war es David Gripp, der per Kopf nur den Pfosten traf und den Ball kurz vor Schluss nach Hereingabe von Goalgetter Simon Flandrin, den Uranias Abwehr kaum zur Entfaltung kommen ließ, über das Tor knallte. „Wir haben dem Gegner mit großer Leidenschaft Paroli geboten“, so Uranias Trainer Andreas Dämmich. „Sperber hat zwar mehr Chancen gehabt, aber unsere Defensivabteilung hat ihre Sache sehr gut gemacht. Ärgerlich ist allerdings, dass wir mit Marcel Happich und meinem Sohn Fabian zwei angeschlagene Spieler haben.“ Zur Winterpause gab es in Uranias Kader nur wenige Veränderungen. Einen schmerzlichen Verlust bedeutete das Ausscheiden von Kapitän Philipp Rössing. Nicht mehr dabei ist auch der in der Hinserie lange verletzte Farhad Foroughy, bei dem Trainer Dämmich aber noch auf ein Lebenszeichen hofft. Das Torwartproblem, dass nach dem Ausfall des unter Rückenbeschwerden leidenden Marius Rennicke fast die ganze Hinserie bestand - gleich vier verschiedene Feldspieler mussten einspringen - soll Renée Ritter lösen, der von West-Eimsbüttel kam.
Pech hatte der zweite Neuzugang Adrian Stenke, ein Mittelfeldspieler von der „Zweiten“ des Meiendorfer SV, als er sich im Testspiel gegen TSV Sasel II einen Bänderriss zuzog. „Auch wenn der Abstand zum rettenden Ufer einige Punkte beträgt, glauben wir noch an uns“, so Coach Andreas Dämmich. „Ich hoffe, dass die heutige Leistung für die nächsten Spiele das nötige Selbstvertrauen gibt.“
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