Lokalderby: USC Paloma im Pokal-Halbfinale

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Palomas Timo Adomat, Torschütze des 3:0, kann sich gegen Carsten Henning (r.) und Igor Zdravkovic durchsetzen.
 
Palomas Trainer Marco Krausz jubelt. Soeben hat sein Team das 4:1 erzielt. Fotos: Hoyer

Verdienter Sieg gegen Oberliga-Schlusslicht Bramfelder SV

Von Thomas Hoyer
Hamurg. Zu einem reizvollen Kräftemessen im Viertelfinale des Oddset-Pokals kam es am vergangenen Sonntag auf dem Jonny-Rehbein-Sportplatz an der Brucknerstraße zwischen Landesligatabellenführer USC Paloma und Oberliga-Schlusslicht Bramfelder SV. Vor knapp 200 Zuschauern präsentierten sich die Barmbeker als die deutlich bessere Mannschaft und hätten auch höher als 4:3 gewinnen können.
Nach ausgeglichenem Beginn führte gleich die erste klare Torchance der Gastgeber zum 1:0 (13.). BSV-Keeper Joschka Grimme konnte einen Kopfball zunächst an die Latte lenken, doch klärte Michael Löw den zurückspringenden Ball genau vor die Füße von Visar Galica, der sich dieses Geschenk nicht entgehen ließ und aus 20 Metern einnetzte. In der Folge dominierte der USC die Partie und besaß nach Hereingabe von Dirk Savelsberg, der auf der rechten Seite viel marschierte, durch Alexander Graf eine Doppelchance zum 2:0 (25.). In den letzten Minuten vor der Pause waren die Bramfelder, bei denen sich Trainer Hardy Brüning in der Abwehr selbst aufstellte, etwas mehr im Ballbesitz, doch wirkliche Einschussmöglichkeiten sprangen dabei kaum heraus. Im Gegensatz zu den Platzherren, die in der 45. Minute erneut das 2:0 auf dem Fuß hatten, doch konnte Bramfelds Ronny Sendel einen Schuss von Dennis Pannen vor der Linie klären. Dennis Pannen war es auch, der vier Minuten nach Wiederanpfiff die erste USC-Chance besaß, als er mit einem Seitfallrückzieher an Bramfelds Keeper Grimme scheiterte. Doch ließ das vorentscheidende 2:0 nicht lange auf sich warten. Nach Flanke von Christoph Wegner versenkte Bramfelds Christian Westphal das Leder völlig unbedrängt in den eigenen Maschen. (53.). In Folge waren die Gastgeber klar Herr im Hause, was sich im 3:0 niederschlug (70.). Der stets anspielbare Timo Adomat tunnelte BSV-Kapitän Carsten Hennig, lief ein paar Schritte und traf mit einem schönen 16m-Schuss halbhoch ins linke Eck (70.). Den vierten Gegentreffer vereitelte Westphal, als er für seinen bereits geschlagenen Keeper einen Schuss von Dirk Savelsberg auf der Linie klärte. In der 78. Minute konnte der BSV zwar durch Matthias Müller nach Alleingang auf 2:4 verkürzen, doch fast postwendend stellte Paloma den alten Abstand wieder her. André Lohfeldt war nach Flanke von Savelsberg mit dem Kopf zur Stelle (81.). Der BSV ließ sich jedoch nicht hängen und erzielte durch Müller nach Querpass von Marcel Perz das 2:4 (84.). Der Sieg aber geriet nicht mehr in Gefahr, obwohl Bramfelds Kapitän Henning mit einem direkt verwandelte Freistoß in der Nachspielzeit Sekunden vor dem Abpfiff noch der Anschlusstreffer gelang. Kurz zuvor hatten sich die Gemüter auf beiden Seiten derart stark erhitzt, dass mit André Lohfeldt (Paloma) und dem eingewechselten Edgardo Szyszkowski (BSV) gleich zwei Spieler wegen Tätlichkeit Rot sahen. „Unser Sieg hätte auf jeden Fall höher ausfallen müssen. Chancen dazu gab es genug. Deshalb bin ich nicht ganz zufrieden“, lautete das Fazit von Palomas Trainer Marco Krausz, der mit dem HSV als Spieler zweimal den Hamburger Pokal gewann. „Im Halbfinale zu stehen, und das als einziger Landesligist, ist eine tolle Sache. Egal wie dort der Gegner heißt, wir werden uns teuer verkaufen. Keine Mannschaft spielt gerne bei uns auf dem Grand.“
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