Meisterschaft nach Bramfeld geholt

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Das erfolgreiche Team, welches sich die Regionalliga-Meisterschaft sicherte Foto: Hoyer

Barmfelder SV-Hamburger Judoteam verzichtet auf den Aufstieg in die 2. Liga

Thomas Hoyer
Bramfeld
Mit einem 4:3-Sieg über den ärgsten Verfolger Budokan Lübeck feierte die Kampfgemeinschaft Barmfelder SV-Hamburger Judoteam am Sonnabend die vor Saisonbeginn nicht erwartete Meisterschaft in der Frauen-Regionalliga Nord. Die Ausgangsposition für den Tabellenführer aus Bramfeld war vor dem letzten Kampftag klar: Drei Kämpfe standen gegen Lübeck, Kronshagen und Sachsenwald an, schon bei einem Sieg über das vier Punkte zurückliegende Team aus Lübeck wäre die Meisterschaft perfekt.

Titel kommt überraschend

Für die Gastgeber ging es gleich gut los. Mit einem Waza-ari für einen Schulterwurf in Führung liegend, profitierte Larissa Timm in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm von drei Passivitätsstrafen für ihre Gegnerin, womit der Kampf beendet war. Noch krankheitsgeschwächt verlor Katja Küchler (-50kg) die zweite Begegnung mit Haltegriff, so dass es 1:1 stand. Danach war die Truppe von Teamchef Gunnar Losch nicht mehr zu stoppen. Zunächst bezwang Miriam Kornblueh (-48kg) ihre Gegnerin mit einem „Uchi-mata“ vorzeitig, dann war es die Bramfelderin Annika Reincke, die ihren Kampf mit einem „Waza-ari“ gewann. Daphne Akbayir gab sich in der Gewichtsklasse +78 Kilogramm keine Blöße, gewann vor Ablauf der Zeit mit einem Haltegriff. Damit wurden der Kampf gegen Lübeck und die Meisterschaft perfekt gemacht. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass Mona Baier und Nicole Bauer anschließend als Verliererinnen die Matte verließen. In den beiden letzten Auseinandersetzungen gegen den TSV Kronshagen (3:4) und die JG Sachsenwald (4:3) bekamen die Kämpferinnen aus der zweiten Reihe Gelegenheit, ihr Können zu beweisen. „Nach dem dritten Platz der vergangenen Saison war es unser Ziel an die guten Leistungen der Rückserie anzuknüpfen“, sagte BSV-Abteilungsleiter Thomas Kahl. „Rang zwei hielt ich für machbar, aber dass wir den Titel holen würden, kommt doch etwas überraschend.“

Grund sind die hohen Kosten

Die KG Barmfelder SV - Judoteam Hamburg, die acht ihrer zehn Kämpfe gewann hat den Sprung in die 2. Bundesliga geschafft. Doch die Verantwortlichen werden wohl auf den Aufstieg verzichten. „Ein Grund sind die sehr hohen Kosten“, bedauert Abteilungeleiter Thomas Kahl. „Auch die sportliche Perspektive sehe ich eher negativ. Wir haben einfach zu wenig Aktive im Team, die in der zweiten Liga bestehen können. Die besten Hamburgerinnen sind für uns außer Reichweite, starten für Erstligisten.“
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