Osterbek-Sturm nur ein laues Lüftchen

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Poppenbüttels Julian Giesecke (r.) hatte gegen Mark Thielke das Nachsehen Foto: Hoyer

Nach zwei „zu Null“-Niederlagen ist für den SC Osterbek der Aufstiegsplatz in Gefahr

Von Thomas Hoyer
Bramfeld
Geht den Kickern des SC Osterbek auf der Zielgeraden der Hamburger Kreisklasse 4 die Puste aus? Nach dem überraschenden 0:3 am Vorwochenende gegen tus Berne, der ersten Niederlage nach elf Heimsiegen in Folge, folgte am vergangenen Sonnabend ein enttäuschendes 0:4 bei der „Zweiten“ des SC Poppenbüttel. Die Bramfelder, bei denen Trainer Jasko Mahmutovic neben den Dauerverletzten Matthias Grünauer und Florian Pietrzok (beide Kreuzbandriss) auf vier beruflich verhinderte Kicker sowie seinen unter Knieproblemen leidenden Kapitän Björn Ptach verzichten musste, ließen es während des gesamten Spiels an Durchschlagkraft im Sturm vermissen, besaßen für einen Tabellenzweiten nur ganz wenige Chancen.

SCO-Abwehr zeigte sich unsortiert

Poppenbüttel hatte bereits in der Anfangsphase gute Möglichkeiten in Fühung zu gehen, konnte aber aus den sich bietenden Möglichkeiten kein Kapital erzielen. Die Osterbeker Defensivabteilung wirkte sehr anfällig und so war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Tor fallen sollte. Recht „unsortiert“ zeigte sich die SCO-Abwehr dann auch beim Führungstreffer der Gäste, den Constantin Storck nach einer nicht geklärten Ecke aus kurzer Distanz erzielte (29.). Es folgte ein kurzes Aufbäumen der Osterbeker gegen die sich anbahnende Niederlage, doch vergab man innerhalb von zwei Minuten gleich drei Torchancen. Zunächst konnte Poppenbüttels Keeper einen Schuss von Mark Thielke gerade noch über die Latte lenken, dann köpfte Mike Stiegler den Ball nach schöner Flanke von Fabian Pietrzok dem Torwart freistehend aus acht Metern genau in die Arme und schließlich scheiterte Kevin Rösner nach Thielke-Flanke am glänzend reagierenden Poppenbüttler Schlussmann (36./37.). Statt des möglichen Ausgleichs erhöhte Storck kurz vor der Pause auf 2:0. Der Stürmer nutzte einen Stellungsfehler von Daniel Gehrke.

Poppenbüttel hat verdient gewonnen

Nach eine knappen Stunde Spielzeit führte Poppenbüttel dann die vorzeitige Entscheidung herbei. Nach einem flach von der rechten Strafraumseite zurückgelegten Freistoß zu Dennis Lovrencic, traf dieser aus 17 Metern vollkommen ungehindert halbhoch ins Eck (57.). Von der SCO-Offensive ging weiter, bis auf einen zaghaft ausgeführten Schuss von Florian Schanz, keine ernsthafte Gefahr aus, die Mannschaft glaubte wohl nicht mehr an die eigenen Stärken. Und es kam sogar noch schlimmer für den Tabellenzweiten. Einen von der Oberkante der Latte zurückspringenden Ball konnte die SCO-Abwehr nicht aus der Gefahrenzone herausbringen. Wieder nutzt der Gegner diese Möglichkeit, erhöhte auf 4:0. „Keine Frage, Poppenbüttel hat völlig verdient gewonnen. Unsere Fehler wurden heute gnadenlos bestraft“, so Trainer Jasko Mahmutovic, der zur Winterpause Can Ersin abgelöst hatte. „Jetzt gilt es, positiv weiter zu denken, wir liegen schließlich immer noch auf einem Aufstiegsplatz. Am Karfreitag kommt der HSV. Dann wollen wir wieder unsere Heimstärke ausspielen.“
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