Sportverein als Lebensinhalt

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Die GFG Steilshoop und Gerda Antoszewski gehören seit 15 Jahren zusammen. Foto: Hanke

Gerda Antoszewski (69) treibt Sport und engagiert sich bei der GFG Steilshoop

Steilshoop. Die Frauen-Gruppe der GFG Steilshoop geht auf große Fahrt. Ein Tagesausflug nach Finkenwerder steht auf dem Programm. Zum ersten Mal machen die Frauen, die sich einmal in der Woche zum „Sport ab 50“ treffen, einen gemeinsamen Ausflug. „Weil viele Neue hinzugekommen sind“, erläutert Gerda Antoszewski, die den Ausflug organisiert hat und ihn leitet. Nicht die erste Aktivität der Gymnastik- und Freizeitgemeinschaft Steilshoop, welche die 69-Jährige Gerda Antoszewski leitet oder organisiert. Die in Polen geborene Umsiedlerin, die 1976 nach Hamburg kam, ist aus der GFG nicht mehr wegzudenken. Bei allen Festen, an denen sich der 1984 gegründete Verein beteiligt, ist sie dabei.
Sport über 50
Sie backt Kuchen für den Stand der GFG beim Stadtteilfest Steilshoop, verkauft dort Getränke, organisiert das Weihnachtsessen des Vereins und auch beim Faschingsfest fehlt sie im Organisationsteam nicht. Seit 15 Jahren ist sie jetzt bei der GFG Steilshoop, trat auf der Suche nach sportlicher Betätigung in den Verein ein, der sich auf Gymnastik und Tanz spezialisiert hat. Er wurde zu einem ihrer Lebensinhalte. Für Hannelore Boldt, die zweite Vorsitzende, ist Gerda Antoszewski eine wichtige Helferin geworden. „Sie hilft, wo sie kann. Ich brauche sie nur anzurufen, wenn irgendetwas schnell zu tun ist, sie sagt sofort zu“, erzählt Hannelore Boldt strahlend. Auch wenn Nachrichten innerhalb des Vereins verbreitet werden müssen, ist Gerda Antoszewski zur Stelle. So ist sie Sprachrohr des Vereins und eine der wichtigsten und verlässlichsten Helferinnen in der GFG Steilshoop geworden. „Ich versuche zu helfen“, sagt sie bescheiden. Und sie treibt nach wie vor Sport in der Frauengruppe über 50. „Es macht richtig Spaß. Mit einigen aus der Gruppe bin ich inzwischen befreundet, Wir sprechen über Probleme. Alle kommen gern zu mir“, erzählt Gerda Antoszewski. Auch im Freundeskreis weiß Gerda offenbar immer Rat.
Ehrenamt im Sportverein
Die Steilshooperin hat ein bdewegtes Schicksal hinter sich. Die Mutter war Polin, der Vater Deutscher, lebte in Deutschland. Erst 1965 bei ihrem ersten Deutschland-Besuch hat Gerda Antoszewski ihren Vater zum ersten Mal gesehen. Sie konnten sich nicht verständigen, denn Gerda sprach nur Polnisch. Als Umsiedlerin kam sie nach Hamburg, weil ihre Schwester hier lebte, zog mit ihrem Mann in die damals neue Siedlung Steilshoop. „Das gefiel uns“, erzählt Gerda Antoszewski, die hier heimisch geworden ist. Als Packerin arbeitete sie in einer Fabrik für Schweißwerkzeuge. Jetzt betreut sie einmal in der Woche ältere Menschen – ehrenamtlich. Wie bei der GFG Steilshoop. „Wir brauchen verlässliche ehrenamtliche Hilfe, wie sie Gerda Antoszewski leistet“, sagt Hannelore Boldt, „Davon lebt ein Sportverein.“ (ch)
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