Standesgemäß „untergegangen“

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Eine Szene aus dem Pokalspiel gegen BU. Sven Diemann (r.) klärt vor seinem Gegenspieler.Foto: Thomas Hoyer

SV Barmbek: Im Oddset-Pokal chancenlos – und sorgenvoll in die neue Saison

Barmbek. Die Sensation blieb aus. In der 1. Runde des Oddset-Pokals unterlag der SV Barmbek Oberligaaufsteiger HSV Barmbek-Uhlenhorst „standesgemäß“ mit 0:5. An diesem Wochenende startet das Team aus der Meister-Francke-Straße mit einem Auswärtsspiel bei der „Zweiten“ des Meiendorfer SV II in die neue Saison. Ziel ist es, in der Kreisliga Staffel 6 wieder vorne mitzumischen.
Im Pokalduell mit dem übermächtigen Lokalrivalen verkaufte sich die SVB-Truppe, in der Yassin Fathi und Mark Flemmig fehlten, vor allem in der ersten halben Stunde sehr gut. Der Gegner diktierte zwar das Spiel, doch die Abwehr stand relativ sicher. Torwart Benny Gand konnte sich mehrfach auszeichnen. Erst ein aus Sicht der Barmbeker völlig unberechtigter Freistoß auf den langen Pfosten führte zum 0:1, ein Kopfballtor von Mert Özel (28.). „Das war kein Foul von Sven Diemann, sondern von seinem Gegenspieler“, ärgerte sich Trainer Toni Mikkelsen über die Entscheidung des Unparteiischen. Ein Elfmeter-Flachschuss aus zentraler Position von Faik Algan und ein Heber von Kevin Mellmann, der zuvor Alexander Wilschkerst ausgespielt hatte, führten zum zweiten und dritten Gegentreffer (34./ 41.). Auch nach der Pause hielten die in der Offensive ungefährlichen Platzherren tapfer dagegen, konnten aber zwei weitere BU-Tore von Jonas Schwenke und Jon Hoeft nicht verhindern.
Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison möchte der SV Barmbek in der neuen Serie wieder ganz oben mitspielen. „Mindestens Platz fünf sollte es schon sein“, erklärt Trainer Toni Mikkelsen, der auf eine eingespielte Mannschaft bauen kann. Im Kader gab es nur wenige Veränderungen, wobei den Coach allerdings schmerzt, dass nach Andreas Meyer, der bereits zur Winterpause aufgrund von Verletzungen aufhörte, in der Aufstiegsrunde aber noch einmal aushalf, auch sein Bruder Florian nicht mehr zur Verfügung steht, der eine Pause einlegt, um Verletzungen auszukurieren. Obwohl wegen Urlaubs bislang nur zweimal beim Training, hält Toni Mikkelsen große Stücke auf Neuzugang Muammer Dünder, der im linken Mittelfeld, auf der Sechser-Position oder in der Viererkette einsetzbar ist.
Mit der Vorbereitung kann Barmbeks Trainer alles andere als zufrieden sein, da Verletzungs-, urlaubs- und berufsbedingt ständig einige Kicker fehlten.
Umso erstaunlicher, dass sich die Mannschaft, in der deshalb Akteure der „Zweiten“ aushelfen mussten, in den Testspielen durchaus ansprechende Leistungen zeigte, vor allem bei einem Turnier in Bergstedt, wo man den Glashütter SV (4:4) und die Gastgeber (2:2) jeweils im Elfmeterschießen bezwang. Torwart Benny Gand konnte in beiden Partien gleich sechs Strafstöße parieren. Sogar mit 5:0 wurde der SC Poppenbüttel geschlagen, während man gegen BU (1:6) und Berne (2:3) verlor.
Kapitän Murat Ak und seine Mitstreiter erwartet ein ganz schweres Auftaktprogramm gegen die zweiten Mannschaften von Meiendorf (a), tus Berne (h), Harksheide (a) und Glashütte (h). „Nach diesen vier Spielen dürfte halbwegs klar sein, wohin der Zug fährt“, so Toni Mikkelsen. „Mit sieben Punkten wäre ich schon zufrieden.“
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