Starke Mannschaftsleistung in Hamburg

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Uranias Kicker jubeln über den Aufstieg in die BezirksligaFoto: Thomas Hoyer

Fußballer des SC Urania steigen nach spannender Saison in die Bezirksliga auf

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Kicker des SC Urania am vergangenen Wochenende in ihrem Vereinshaus die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Im letzten bedeutungslosen Spiel besiegte das Team vom Schützenhof den VfL Hammonia mit 5:3.

Klares 5:0 zur
Halbzeit stellt Weichen

Zwar hätten sich die Barmbeker auch eine Niederlage leisten können, doch galt es, sich für die in der Hinrunde erlittene klare Niederlage zu revanchieren. Dementsprechend motiviert ging der Kreisligist zu Werke und spielte den Gegner in der ersten Halbzeit sprichwörtlich an die Wand. Marcel Habich, Philipp Rössing, Jesco Haders, Timo Schöning und Torben Malgrem schossen ihr Team bis zur Pause mit 5:0 in Führung. In Durchgang zwei wechselte Trainer Jimmy Güclü, der nach dem Spiel mehrere Bierduschen über sich ergehen lassen musste, „just for fun“ sämtliche Positionen durch, so dass der Gegner noch auf 3:5 verkürzen konnte.
In der vergangenen Saison waren die Barmbeker noch knapp am Aufstieg gescheitert. Aufgrund mehrerer schwerer Verletzungen hatte man in der Hinrunde schon einiges an Boden verloren, war am Ende aber noch bis auf Platz drei vorgestoßen. Als anschließend einige Leistungsträger wie Patrick Uhlenbrock, Timo Sals, Roman Krupowicz und Daniel Guth den Verein verließen, schien es, als würden die Uranen in der neuen Saison nicht um den Aufstieg mitspielen können. Doch konnte Trainer Güclü die Mannschaft mit ganz wenigen Neuzugängen gezielt verstärken, wobei Goalgetter Timo Schöning und Oliver Magrem hervorzuheben sind. Mindestens Rang fünf war das zunächst ausgegebene, realistische Saisonziel. Mit vier Siegen legte die Mannschaft zwar einen viel versprechenden Start hin, doch dann wurden mehrere Punkte wie gegen den Walddörfer SV (0:1), Persia (3:3), Sternschanze II (3:4) und Eilbek II (0:1) verschenkt, obwohl man in diesen Partien meist die bessere Mannschaft war. Es folgten vier Siege, ehe sich die Barmbeker am 15. Spieltag einen Ausrutscher der ganz besonderen Qualität leisteten, als sie beim VfL Hammonia gleich 0:6 unter die Räder kamen. Wahrscheinlich im richtigen Moment ein Warnschuss vor den Bug, denn von da an nahmen die Uranen langsam Kurs auf die Meisterschaft. Im Spitzenspiel gegen den härtesten Widersacher Walddörfer SV gab es ein 2:2. Im Anschluss an diese Partie gab Trainer Güclü seinen Ausstieg zum Saisonende bekannt.

Konkurrenz zeigt am Ende Nerven

Als Grund dafür nennt der Coach die fehlende Unterstützung in seinem Umfeld. Doch der angekündigte Rückzug tat dem intakten Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer keinen Abbruch. Die Truppe von der Habichtstraße gab sich keine Blöße mehr und gewann Spiel auf Spiel. Der direkte Aufstieg lag zunächst aber noch in weiter Ferne. Zwar verabschiedete sich die „Zweite“ des TSV Wandsetal aus dem Kampf um die Meisterschaft, doch als Urania durch den Rückzug des Hamburger FC für zwei 2:1-Siege gleich sechs Punkte abgezogen wurden, lag plötzlich der Walddörfer SV vorne. Zum Glück aber zeigte der Kontrahent Nerven, büßte bei zwei Unentschieden gegen Paloma II und Sperber II vier Zähler ein, wodurch die Barmbeker wieder die Tabellenführung übernahmen und diese schließlich über die Ziellinie verteidigten. „Der Aderlass nach Ende der letzten Serie war ziemlich groß, umso höher ist unser Aufstieg einzustufen“, so Trainer Jimmy Güclü. „50 Prozent des Erfolges sehe ich im großen Zusammenhalt der Truppe. Die Stärke der Mannschaft beruht außerdem auf ihren spielerischen Qualitäten, von denen unsere Goalgetter Timo Schöning und Philipp Rössing mit ihren fast 70 Treffern besonders profitieren konnten. Alle Spieler haben natürlich ihren Anteil am Aufstieg.“
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