SV Barmbek schlägt Hansa 11

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Soner Sarimehmetoglu (l.), der das 1:0 erzielte, mit unwiderstehlichem Antritt. Christian Haasen kann nicht folgen Foto: Thomas Hoyer
 
Trainer Ali Ebrahimie ist froh, dass sein Team immer besser in Fahrt kommt Foto: Hoyer

Nach guter Leistung mit 3:0 geht es langsam aufwärts

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Drei Jahrzehnte galten die Kreisligakicker des SV Barmbek als „unabsteigbar“. In der letzten Serie erwischte es die Mannschaft von der Meister-Francke-Straße aber doch. Plötzlich fand man sich in der Kreisklasse wieder, was einige Probleme mit sich brachte, die mittlerweile aber gelöst zu sein scheinen. Nach schlechtem Start wurden die Leistungen besser. Am vergangenen Sonntag gab es einen glatten 3:0-Sieg gegen die „Dritte“ von Hansa 11. Die Barmbeker begannen gegen Hansa äußerst nervös. Bereits in der 2. Minute hatte der Gegner nach schlechtem Abwurf von Keeper Evren Morkan das 1:0 auf dem Fuß, doch ging der anschließende Schuss am langen Eck vorbei. Nur 120 Sekunden später verfehlte ein Heber aus spitzem Winkel nur knapp das SVB-Gehäuse. Kurz darauf konnte Schlussmann Morkan einen 35-Meter-Freistoß nur mit Mühe über die Latte lenken. Umso überraschender war die Führung der bis dahin schwachen Gastgeber, die nur weitere fünf Minuten auf sich warten ließ. Nach abgeblocktem Schuss von Florian Schmies landete der Ball bei Soner Sarimehmetoglu, der aus der Drehung flach zum 1:0 traf. In der 21. Minute lag der zweite SVB-Treffer in der Luft, doch konnte Danny Ockenfuss in letzter Sekunde entscheidend gestört werden. Auch Hansa besaß danach noch zwei Möglichkeiten. In der jetzt von den Spielanteilen her relativ ausgeglichenen Partie legten die Barmbeker das 2:0 nach. Wieder mit etwas Glück: Ein direkter 18-Meter-Freistoß von Sarimehmetoglu wurde von der Mauer so abgefälscht, dass der Ball bei Abdullah Shirdel landete, der nicht lange fackelte und erfolgreich abschloss (33.). In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Platzherren das Spiel, ließen den Gegner kaum noch einmal gefährlich vor ihr Tor kommen. In der 68. Minute hätte Shirdel alles klar machen können, er traf den Ball allerdings sechs Meter vor dem Tor nicht richtig. Die endgültige Entscheidung ließ aber nicht mehr lange auf sich warten. Nach Flanke von Thees Schumann und Kopfballablage von Scherwin Bashardoust machte es Shirdel besser und erzielte das 3:0 (72.). Nach dem Abstieg hatten die Barmbeker mit einer Reihe von Schwierigkeiten zu kämpfen. Einige Stammspieler wie der langjährige Kapitän Murat Ak, Edin Ljubijanac Roger Keil und Keeper Frank Hertwig wechselten zum Nachbarn Urania, während sich Marcus Richter tus Berne anschloss. Vor diesem Hintergrund entschieden die Verantwortlichen die 1. und die bereits in der Kreisklasse spielende 2. Herren zusammenzulegen, um so schnell wie möglich den Wiederaufstieg zu schaffen. Das allerdings gefiel nicht allen Kickern der „Zweiten“, die lieber ohne Erfolgsdruck weiter „just for fun“ gespielt hätten. Es folgte eine erste Krisensitzung. Auch nachdem die Serie schon begonnen hatte, kam es innerhalb des Teams noch einmal zu Differenzen, die aber in einer zweiten Aussprache beigelegt werden konnten. Ein weiteres Problem gab es auf der Trainerposition. Ilker Uguroglu, der bis dahin auch selbst mitgespielt hatte, legte nach der vorletzten Partie sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Co-Trainer Ali Ebrahimie übernahm den Posten erst einmal bis zur Winterpause. Kein Wunder, dass auch die Ergebnisse zunächst alles andere als gut waren. Man denke nur an die beiden hohen Niederlagen gegen die „Dritten“ des VfL 93 (2:9) und des USC Paloma (0:5). Aber inzwischen geht es mit dem Team eindeutig bergauf. Seit vier Spielen sind die Barmbeker nun ungeschlagen und rangieren mit positiver Bilanz im Mittelfeld der Kreisklasse A8. „Die Mannschaft tritt von Mal zu Mal geschlossener auf“, freut sich Trainer Ebrahimie.
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