SV Barmbek von der Rolle

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SVB-Kapitän Murat Ak (r.) kann sich gegen Borstels Spielertrainer Nuri Emini durchsetzen Fotos: Hoyer
 
Dieses Gesicht spricht Bände. Barmbeks Trainer Daniel Gehrke nach dem zweiten Gegentreffer

0:3-Heimniederlage gegen TSV 08 Eppendorf/Groß Borstel

Von Thomas Hoyer

Hamburg-Barmbek. Was ist nur mit den Kickern des Kreisligisten SV Barmbek los? Nach überraschend gutem Start ist das Team von der Meister-Francke-Straße nicht mehr wieder zu erkennen. Seit nunmehr sechs Spielen sieglos, erfolgte der Absturz ins Mittelfeld. Am vergangenen Sonntag gab es die nächste Enttäuschung mit einem 0:3 gegen Aufsteiger TSV 08 Eppendorf/ Groß Borstel.

Verwunderung vor Beginn der Partie: Die Gäste traten mit nur zehn Mann an. Spielertrainer Nuri Emini musste gleich auf neun Akteure verzichten, darunter sechs Kicker der Stammelf. Doch von der Überzahl konnten die Platzherren in der ausgeglichenen ersten Halbzeit, die viele Wünsche offen ließ, kein Kapital schlagen. Zwei gute Chancen durch Joao Montes De Jesu, der unbedrängt dem Torwart in die Arme schoss, und Kapitän Murat Ak, dessen Schuss der gegnerische Keeper per Fußabwehr parieren konnte - das war es schon (26./34.). Auch die Gäste besaßen durch Marcel Meyer kurz vor dem Seitenwechsel einen Hochkaräter, doch sein Kopfball verfehlte knapp das Tor. Nach der Pause versuchten die Platzherren zwar Druck zu entwickeln, doch erfolglos.
Gehrke: „Willkommen im Abstiegskampf“
Dennoch kam das Team von Trainer Daniel Gehrke in der 51. Minute zu einer Doppelchance: Zunächst verpasste Murat Ak eine flache Hereingabe nur hauchdünn, dann war es Marc Flemming, dessen Schuss in der Abwehr hängen blieb. Nach einer Stunde dann Aufatmen beim Gegner: Endlich war ein elfter Kicker eingetroffen. In der 68. Minute hatten die Barmbeker noch einmal das 1:0 auf dem Fuß, doch nach schönem Querpass von Ak in den Lauf von Flemming schoss dieser die Kugel aus zwölf Metern über das Tor. Das sollte sich schon 60 Sekunden später rächen: Nach Vorarbeit von Daniel Plev traf Dennis Zöllner zum 1:0 für den Gast, eine zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhafte Führung. Und es sollte viel schlimmer kommen.
Zunächst hatten die Barmbeker noch Glück, als Can Mazi das leere Tor nicht traf, dann aber gelang Eurico Pereira De Barro gegen die entblößte SVB-Abwehr das 2:0 (84.), was Trainer Gehrke mit den Worten „willkommen im Abstiegskampf“ kommentierte. Sekunden vor dem Abpfiff krönten die Borsteler ihre angesichts der enormen Personalnot gute Leistung mit dem 3:0. Nach einem Freistoß aus dem halblinken Mittelfeld, konnte Barmbeks Keeper Torben Fröchtenicht das Leder gerade noch an die Latte lenken. Von dort prallte der Ball an der Pfosten, und Pereira De Barro brauchte nur noch abzustauben. „Ich bin wirklich sprachlos, da fällt mir nichts mehr ein“, meinte Hans-Joachim Moritz, 1. Vorsitzender des SV Barmbek nach dem Spiel. „Wo soll das noch hinführen?“
Nach dem Traumstart mit fünf Siegen und einem Unentschieden ist das neu formierte Barmbeker Team längst wieder auf den Boden der Tatsachen angelangt. Ausschlaggebend dafür waren drei hohe Niederlagen bei Paloma II (0:6), Sperber II und dem Tabellenvorletzten Duvenstedt (1:6).
Unerklärlicher
Leistungsabfall

„Ich kann mir diesem Leistungsabfall nicht ganz erklären“, so Trainer Gehrke. „Dass Danny Ockenfuß nicht mehr dabei ist und mein Stürmer Philipp Kittel wegen Verletzung ausfällt - daran alleine liegt es bestimmt nicht. Unser vor Saisonbeginn ausgegebenes Ziel, möglichst schnell 30 Punkte zu holen, bleibt bestehen. Dafür müssen wir jetzt ganz hart arbeiten“, konstatierte der Barmbeker Coach zerknirscht.
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