Ärger in der Spielstraße

Anzeige
Ärgerlich über die Verkehrssituation in der Spielstraße sind: (v..l.) SPD-Lokalpolitiker Frank Rieken, die Anwohner Eva Mach, Andrea Reimers, Angela Orth, Susanne Lubinski, Susanne Nahrgang und die Kinder Katinka,Jonas, Sarah und der kleine Jonas.Foto: hbz
 
In der verkehrsberuhigten Nienhagener Straße herrscht häufig dichter Verkehr. Foto: hbz

Verkehrschaos in der Nienhagener Straße

Von Hubert Bätz
Rahlstedt. Das Viertel „Rahlstedter Höhe“ gilt als ideales Gebiet für Familien. Nicht zuletzt wegen seiner Spielstraßen, wie zum Beispiel an der Nienhagener Straße. Jetzt aber gärt es in der verkehrsberuhigten Wohnstraße nahe der AMTV-Sporthalle und der Kindertagesstätte des Vereins SterniPark. Anwohner ärgern sich, weil hier kaum ein Autofahrer die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit einhält. Das ist nicht unproblematisch, seit in der Großküche der Kita SterniPark bis zu 600 Essen für andere Einrichtungen gekocht und mit verschiedenen Kurierdiensten ausgeliefert werden. SterniPark betreibt Hamburg weit rund 13 Kitas. Fortsetzung von Seite 1. Rahlstedt. Teilweise ab 6 Uhr morgens liefern 20-Tonner ihre Waren an. Eltern bringen ihre Sprösslinge in die Kita, Sportler stellen ihre Pkw auf dem AMTV-Parkplatz ab.
Kita-Erweiterung
„Bis zu 500 Fahrzeugbewegungen pro Tag sind keine Ausnahme“, erklärte Stefan Reimers bei der jüngsten Rahlstedter Regionalausschusssitzung Ende Februar. Besonders zu den Hauptzeiten morgens zwischen 7 und 9 Uhr und nachmittags von 14 Uhr bis 16 Uhr sei das Chaos besonders groß, weil Autofahrer teilweise im Halteverbot parken würden. Zu diesen Zeiten kommen die Bewohner der Reihenhäuser manchmal mit ihren Autos nicht aus ihre Carports heraus.
Große Sorge bereitet den Anwohnern auch die geplante Erweiterung der SterniPark-Kita um ein neues dreigeschossiges Krippenhaus. Das Verkehrschaos werde dann noch schlimmer.
Um das zu vermeiden, wird während der Bauzeit eine so genannte Baustraße an der Rückseite der AMTV-Sporthalle eingerichtet. Vielleicht soll sie sogar dauerhaft eine alternative Zufahrt zur Kita werden. Aber auch das ist, so wie es derzeit geplant ist, wohl nicht die ideale Lösung. Das meint zumindest der SPD-Lokalpolitiker Frank Rieken: „Als Mitglied des Bau-Prüf-Ausschusses halte ich die geplante Baustraße in der jetzigen Form entlang des Spielplatzes am Rodelberg für sehr bedenklich. Man stelle sich nur vor, ein Ball rollt von der Wiese, das Kind läuft hinter her und es kommt ein Baufahrzeug...“

Zufahrt ändern

Rieken plädiert daher für eine andere Zufahrt auf der Vorderseite der AMTV-Halle vom Hauptarm der Nienhagener Straße aus, und einer späteren Verlegung des AMTV-Parkplatzes direkt vor die Sporthalle. Diese Möglichkeit kannte die Geschäftsführerin Leila Moysich von der SterniPark GmbH noch nicht. Zur möglichen Gefahr für Kinder des Spielplatzes erklärte sie: „Natürlich wird die Baustraße abgezäunt, damit so etwas nicht passieren kann.“

Gespräche geplant

Zum Vorwurf, der Verein habe nicht auf den zunehmenden Lieferverkehr reagiert, meinte sie: „Die Situation war mir so nicht bekannt. Wir wollen aber am 14. März das Problem und auch die Baupläne für die Erweiterung der Kita mit den Anwohnern besprechen. Denn uns liegt an einem guten Verhältnis mit Ihnen“.
Die Anwohner begrüßen das. Susanne Lubinski: „Wir haben selbst Kinder, wir sind nicht kinderfeindlich. Wir wollen klarstellen dass wir weder etwas gegen Kinder oder Kinderlärm, noch gegen eine Erweiterung des Kinderhauses haben, wir wollen aber eine andere Verkehrssituation, die Sicherheit für uns, die Kinder und alle anderen, die die Straße benutzen, bietet. Wir wollen das, bevor hier jemand zu Schaden kommt.“. (hbz)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige