Die „Ampelmännchen“ von Barsbüttel feiern

Wann? 17.06.2017

Wo? Soltausredder 18, Soltausredder 18, 22885 Barsbüttel DE
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Sybille Wagner (v.l.), Nicole Witthöft, Regina Meyer-Brookman, Andrea Lippke, Christina von Feen und Alexandra Bauer Foto: wb
Barsbüttel: Soltausredder 18 |

Kinderbetreuung startete vor zwanzig Jahren auf Initiative von vier Müttern. Heute ist Verein eine feste Größe in der Gemeinde

Barsbüttel Fast zu schön, um wahr zu sein: Bei den „Ampelmännchen“ in Barsbüttel werden Grundschulkinder bis 18 Uhr betreut – auch in den Ferien. Denn Berufstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Die 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten berufstätige Eltern und betreuen die Kinder gegebenenfalls schon ab 6.30 Uhr bis Schulbeginn um 7.45 Uhr. Mittags starten die „Ampelmännchen“ um 12.15 Uhr. Die Basiskinder bleiben bis 14.30 Uhr, die Nachmittagskinder bis 18 Uhr. Die Kinder können unter anderem den Kickerraum nutzen, basteln, malen, Kettcar fahren oder sich in der Film-AG betätigen. Für reichlich Platz ist gesorgt – auch draußen, unter anderem auf dem Schulhof. Gegründet wurde das Angebot vor zwanzig Jahren von vier Müttern. Die ersten 14 „Ampelmännchen“ wurden im Jugendzentrum „Akku“ von zwei Pädagoginnen betreut. Eine davon ist die heutige Leiterin Regina Meyer-Broockmann (61). Das Projekt, von vielen anfangs belächelt, sollte sich zu einer Einrichtung entwickeln, die im Kreis Stormarn einzigartig ist. Heute werden 230 Kinder in elf Gruppen betreut. Träger ist der „Schulverein Barsbüttel e.V. Betreuungsgruppe Ampelmännchen“. Finanziert wird die Kinderbetreuung bei den „Ampelmännchen“ jeweils zur Hälfte durch die Mitgliedsbeiträge und von der Gemeinde Barsbüttel.

Familiäre Betreuung


Den Namen verdanken sie übrigens der Tatsache, dass die ersten Kinder, wenn sie vom „Akku“ zur Schule wollten, über die Fußgängerampel der Hauptstraße gehen mussten – als „Ampelmännchen“ eben. Seit 1998 werden die Kinder in Räumen der Grundschule Barsbüttel am Soltausredder 18 betreut, doch der Name ist geblieben.
Wenn die Schulkinder nach dem Unterricht zum Ampelmännchen werden, ist es für sie ein Stück weit wie „nach Hause kommen“. „Unser Schwerpunkt liegt auf Beziehungen“, sagt Regina Meyer-Broockmann stolz. „Unsere Betreuung ist verlässlich, familiär, wir übernehmen in den ersten und zweiten Klassen täglich je eine Unterrichtsstunde, so kennen wir auch die Stimmung in der Klasse, können uns mit den Lehrern kurzschließen und gegebenenfalls Brennpunkte ganz gut entschärfen. Und wenn beispielsweise ein Kind mehr lesen muss, können wir sofort darauf reagieren.“ Ihre Stellvertreterin, Astrid Feustel, ist Koordinatorin des Ganztags an der Grundschule, die Mitarbeiter gehen einmal im Jahr zur Fortbildung. Das gewährleitet den Qualitätsanspruch. (wb)

Geburtstagsfest am 17. Juni


Am Sonnabend, 17. Juni, ab 12 Uhr feiern die Ampelmännchen ihren 20. Geburtstag – mit Eltern, Kindern, Ehemaligen und Interessierten und Angeboten auch für Ältere. Weitere Infos: www.ampels.de
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