Nächste Hilfsaktion in Planung

Anzeige
Andreas Panckow (li.) und Rolf Stenzel haben Kinderkleidung, Spielzeug und Hygieneartikel gesammelt und nach Polen gebracht. Jetzt planen die beiden „Charity Biker“ den nächsten Hilfstransport. Foto: Glitz

„Charity Biker“ transportieren Spenden nach Polen

Von Rainer Glitz

Rahlstedt. Stolz zeigt Andreas Panckow auf seinem Laptop die Bilder der Polenreise. Das Beladen des Lastwagens mit Hilfsgütern, die polnische Autobahn, die besuchten Kinderheime und natürlich die begeisterten Kinder in der Region Posen. Zusammen mit seinem Motorradfreund Rolf Stenzel hat der Rahlstedter seit Mai Kinderkleidung, Spielzeug und Hygieneartikel gesammelt.
Die „Charity Biker“ waren von der Spendenbereitschaft der Hamburger überwältigt: „Mehr als 100 Umzugskartons kamen zusammen“, sagt Panckow, „dazu noch 20 Fahrräder, diverse Roller, Fernseher und Kinderwagen“. Die beiden Spendensammler mussten statt des vorgesehenen Kleintransporters einen 7,5-Tonnen-Lastwagen organisieren.
650 Kilometer weiter östlich konnten die beiden Hamburger dann polnische Kinder glücklich machen. Hatten sie bei ihrer ersten Tour nur ein Heim in der Region Posen beliefert, waren es jetzt drei und eine kleine, von Eltern privat geführte Dorfschule. „Die Kinder haben die Fahrräder und Roller ohne Streit untereinander aufgeteilt und gleich ausprobiert“, erzählt Panckow. „Und sie haben sich auf Deutsch bedankt – das war schon sehr schön“. Die Kinder der Dorfschule schenkten den „Charity Bikern“ selbstgemalte Bilder. Die bekommen jetzt in Hamburg einen Ehrenplatz. Die hilfsbereiten Motorradfreunde wollen auf jeden Fall weiter für Kinder in Not sammeln – egal ob Sachspenden oder Bargeld. So werden sie auf den Motorradtagen Ende Januar 2013 mit einem Stand vertreten sein, um Messebesucher anzusprechen, Bilder aus Polen zu zeigen und Spenden zu sammeln. Dafür gibt es dann einen der vielen übrig gebliebenen Teddybären der letzten Aktion. Auch auf Facebook sind die „Charity Biker“ inzwischen vertreten. Die ersten neuen Kartons stapeln sich schon im Keller von Rolf Stenzel. Wann genau die nächste Hilfs-Tour im kommenden Jahr starten soll, ist aber noch unklar. „Wichtig ist, dass man hilft und nicht wo“, lautet das Motto von Stenzel und Panckow. Man habe den Menschen in Polen versprochen, weiter zu machen. Es könne aber auch ein Heim in Tschechien oder in Deutschland dazu kommen. Die ehrenamtliche Arbeit kostet viel Zeit und Energie. Über weitere Mitstreiter würden sich die „Charity Biker“ deshalb sehr freuen. Gesucht wird aber auch jemand, der in Rahlstedt oder in der Nähe einen Lagerraum zur Verfügung stellen könnte. Denn langsam wird es eng in der Kellern der beiden Hamburger Helfer. (rg)

Kontakt: Charity-Biker
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige