Alles über den „Alien“-Vater

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Eines der surrealen Werke des Schweizer Künstlers Foto: HR Giger Estate

Fabrik der Künste zeigt Werke von HR Geiger

Horn 1979 war es, als zum ersten Mal unheimliche Wesen aus einer fremden Welt auf Menschen trafen. Ihr Ziel: Vernichtung. Der Filmtitel: Alien – ein Science-Fiction-Horrorfilm und der Beginn der gleichnamigen Filmreihe. Er verhalf mit der Hauptdarstellerin Sigourney Weaver erstmals einer Frau zum Durchbruch im Action-Genre. Und er ist mit denen von HR Giger geschaffenen Wesen und der Umgebungen als einer der visuell beeindruckendsten Filme des modernen Kinos. Für das Design des ersten „Alien“-Films gab es deshalb auch einen Oscar für den Künstler aus der Schweiz. Jetzt sind viele seiner Werke in Horn zu sehen.
HR (steht für Hansruedi) Giger stammt aus Chur. Er studierte ab 1962 in Zürich Architektur und Industriedesign. Nebenbei entstanden erste Tuschzeichnungen. Nach Abschluss des Studiums war er als Möbeldesigner und Innenarchitekt im Einsatz. Gleichzeitig fand er Erfüllung in der freien Kunst. Er schuf erste Bilder und Skulpturen. Ab 1968 war Giger ausschließlich als freier Künstler und Filmemacher tätig. Als Szenen- und Kostümbildner war er auch für Filme wie „Dune – Der Wüstenplanet“, „Species“ und „Poltergeist II“ im kreativen Einsatz. Die „Fabrik der Künste“ würdigt mit einer „Hommage an HR Giger“ das Lebenswerk des Schweizers, der 2014 im Alter von 74 Jahren verstarb. „Hansruedi“ galt als einer der großen Vertreter des Phantastischen Realismus und des Surrealismus. Sein künstlerisches Werk zeichnet sich duch den für Giger charakteristischen „biometrischen Stil“ aus – eine Mischung aus Mechanik und Lebendigem. „Alien“-Fans wissen genau, worum es dabei geht. Sein graphisches und malerisches Werk ist angefllt mit ungewöhnlichen, bizarren und phantastischen Formen und Figuren. Gigers Biomechanoide sind Archetypen, surrealistische Wesen, die als Metapher für die menschliche Natur dienen, in der Chirurgie und genetischen Manipulation solche Kreaturen ermöglichen zu können. In der Airbrush-Technik, dier er maßgeblich mitentwickelte, fand er die perfekte Form der Darstellung seiner Mutantenwesen. Diese Ausstellung eröffnet nicht nur „Alien“-Fans eine ganz neue Sicht auf viele Dinge des Lebens. Unbedingt hingehen! (wb/to)

Ausstellung: Fabrik der Künste, Kreuzbrook 12, Öffungszeiten dienstags bis sonnabends von 11 bis 18 Uhr (bis 6. März). Eintritt 5 Euro, bis 18 Jahre kostenlos. Weitere Infos unter www.fabrikderkuenste.de oder 86685717.
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