Ausstellung: „Das Ü des Türhüters“

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Die Installation von Andreas Slominski mutet wie ein Kirchenschiff an Foto: Henning Rogge/Deichtorhallen Hamburg

Andreas Slominski stellt in den Hamburger Deichtorhallen aus

Von Natascha Gotta
Hamburg
Seine Tierfallen- und Garageninstallationen machten Andreas Slominski bekannt. Jetzt hat der Künstler, der auch als Professor an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste tätig ist, das Dixi-Klo zum Kunstobjekt verwandelt. „Das Ü des Türhüters“ heißt seine Installation in den Deichtorhallen. Mehr als hundert mobile Toiletten reihen sich auf 3.800 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf. Das Arrangement der roten und blauen Klos erinnere an ein Kirchenschiff inklusive Apsis und Kapelle, sagt Direktor und Kurator Dirk Luckow. Die kleinen Kabinen seien Beichtstühlen nicht unähnlich, so Luckow. Die an der Decke schwebenden Kabinen wirken wie ein Kronleuchter. Oder wie ein Ventilator? Dann könnten die im Spalier aufgestellten WCs die Funktion von Strand-Kabinen einnehmen. Die Innenausstattung wie Urinale oder Wasserbehälter hat Slominski mit Mal-Utensilien wie Pinsel und Palette versehen und als Gemälde aufgehängt. Slominski, der sich nicht erklärt, sei ein Meister der Doppelstrategien, der die Grenzen zwischen Kunst und Alltag verwischt, sagt Luckow.

Andreas Slominski – Das Ü des Türhüters: bis 21.08, Dienstag bis Sonntag 11 - 18 Uhr, Deichtorhallen Hamburg, Deichtorstraße 1, Telefon 321 03 0, Eintritt: 10 Euro (6 erm.), unter 18 J. frei
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