Ausstellung: Die Erben des Hieronymus Bosch

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Hieronymus Bosch (um 1450–1516), Nachfolger: Christus im Limbus (um 1520, Hamburger Kunsthalle)

Bucerius Kunst Forum zeigt Höllen- und Monsterbilder

Von Natascha Gotta
Hamburg
Monster und Teufel, die Sünder zu Tode quälen, albtraumhafte Höllenwelten, Fabelwesen und Engel: Mit seinen düsteren Werken von der Unterwelt fasziniert der Maler Hieronymus Bosch (um 1450-1516) noch heute. Zum 500. Todesjahr des Niederländers zeigt das Bucerius Kunst Forum die Ausstellung „Verkehrte Welt. Das Jahrhundert von Hieronymus Bosch“. Die 90 Werke sind keine Bosch-Originale, es sind Arbeiten von Künstlern, die sich im 16. Jahrhundert seiner Bildsprache bedienten und sie weiterentwickelten. Bosch thematisierte die Furcht der Menschen vor dem Jenseits, um sie zu einem tugendhaften Leben zu erziehen. Er war damit noch ein Maler des Mittelalters, auch wenn Bosch als einer der ersten Künstler Alltagsszenen in seinen Bildern zeigt, sagt Kurator Michael Philipp. Die Bosch-Nachfolger wie Philips Galle, Pieter van der Heyden und Pieter Bruegel d. Ä. setzten hingegen auf die Faszination der Menschen an Höllenszenarien und bedienten ihre Lust am Angstschauer, so Philipp.

Verkehrte Welt. Das Jahrhundert von Hieronymus Bosch“: bis 11. September, Montag - Sonntag 11 - 19 Uhr, Donnerstag 11 - 21 Uhr, Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, t 3609960, Eintritt: 8 Euro (5 erm.), unter 18 J. frei
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