Ein Denkmal für Hamm

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Franziska Seifert vor den Skizzen für die Hammer Skulptur: Eine in sich gekehrte Menschengestalt Foto: je

Ehepaar stiftet Skulptur. Zeitpunkt der Aufstellung steht fest, Ort noch nicht

Von Martin Jenssen
Hamm
Vor allem durch das Engagement der Bürger, die Entwicklung zahlreicher sozialer und kultureller Projekte, hat sich Hamm zu einem der fortschrittlichsten und beliebtesten Hamburger Stadtteile entwickelt. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, haben sich der Unternehmer Tim Cordts und seine Ehefrau Franziska Seifert entschlossen, dem Stadtteil ein bedeutendes Geschenk zu machen: Hamm bekommt ein neues Denkmal.

Hammer mit Leib und Seele geblieben


Der Stein dafür ist schon besorgt. Ein riesiger Brocken Thüringer Sandstein. Noch rund eineinhalb Jahre wird es dauern, bis die Bildhauerin Franziska Seifert daraus eine große Skulptur für Hamm gestaltet hat. Zur Zeit lagert der Stein vor dem Atelier der Bildhauerin auf dem Gelände der Unternehmen MAC Mietbauzaun und BHD Cordts Bausicherung in Wilhelmsburg. Es sind Firmen, die Tim Cordts gehören. Der 59 Jahre alte Unternehmer wurde in Hamm geboren und ist mit Herz und Seele ein Hammer Bürger geblieben, auch wenn er jetzt sein Unternehmen in Wilhelmsburg führt und in Eilbek (aber nahe an der Grenze zu Hamm ) wohnt.
Tim Cordts ist dankbar dafür, dass er in Hamm in der Griesstraße, in der Nähe des wunderschönen Hammer Parks aufwachsen durfte. Er hat in dem Stadtteil viele Freundschaften geschlossen und ist immer noch Mitglied in mehreren Hammer Vereinen. Um dem Stadtteil etwas zurückzugeben, schenken er und seine Frau Franziska den Hammer Bürgern jetzt diese Skulptur.
An welchen Ort die Skulptur aufgestellt werden soll, steht noch nicht fest. Das wird erst festgelegt, wenn die behördlichen Genehmigungen zum Aufstellen der Figur vorliegen. Eine Tendenz, das ergab eine Umfrage bei den Bürgern während der Hammer Messe, geht zum Hammer Park. Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Es gibt viele schön Plätze in Hamm, wo die Skulptur gut aufgehoben ist“, sagt Franziska Seifert.

International bekannte Künstlerin


Die Künstlerin, in Buxtehude geboren, hat internationale Anerkennung erworben. In Zürich beeindruckte sie mit der Ausstellung „Die Elbe fließt in den Zürichsee“. Zur Zeit stellt sie ihre Steinskulpturen und Monotypien im „Skulpturen Garten“ in Damnatz an der Elbe aus. Eine Ausstellung in Berlin ist in Vorbereitung.
Das Denkmal für Hamm wird einen nachdenklichen Menschen darstellen – aber es soll eine „lebendige“ Skulptur werden – Kunst zum anfassen.

In 18 Monaten fertig


Auch der Stein „lebt“. „Er verändert sein Aussehen bei Sonnenschein oder bei Regen“, sagt die Künstlerin. In etwa 18 Monaten soll das etwa zwei Meter hohe neue Denkmal aufgestellt werden. Hamm darf sich auf ein großes Ereignis freuen.
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