Erstaufführung im hoftheater

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Vorfreude auf „Der letzte Sommer“: Regieteam Gaby Wittpohl und Lars Ceglecki verwirklichen gemeinsam das besondere Ereignis einer deutschen Erstaufführung Foto: Mona Kampe

Regisseur Lars Ceglecki inszeniert „Der letzte Sommer“

Horn. Die Proben laufen auf Hochtouren: Das kleine hoftheater hat sich im wahrsten Sinnes des Wortes warm gespielt. Bei strahlendem Sonnenschein werden schon einmal erste Requisiten aus dem staubigen Fundus an die frische Luft geholt und die Schauspieler bereiten sich mit viel Elan und Engagement auf die neue Spielzeit vor. Zum Auftakt wird es ein besonderes Highlight im kleinen hoftheater geben: die deutsche Erstaufführung von Neil Simons „Der letzte Sommer“. Für das kleine Privattheater eine große Ehre, denn die Sicherung der Rechte war kein Kinderspiel. „Es ist ein kleiner Ritterschlag“, berichtet Ines Hubert, die eine der Hauptrollen besetzt. Da kann es auch schon einmal passieren, dass der gemütliche Holzstuhl im weichen Sand einsinkt und mit ihm der Protagonist nach und nach ein Kopf kleiner und schräger wird –aber Spaß gehört zum Probenalltag dazu, ebenso Tränen. Das eingespielte Ensemble findet sich hier in gewohnt familiärer Atmosphäre wieder, die die Arbeit am kleinen hoftheater für Stammregisseur Lars Ceglecki so besonders macht. Nach rund vier Jahren und sieben Produktionen, darunter Publikumsklassiker wie „Die Kaktusblüte“ und „Oskar“, fühlt er sich hier Zuhause. Trotz des relativ gängigen Teams tauchen immer wieder neue Konstellationen der Zusammenarbeit auf, die es zuvor noch nicht gegeben hat, zum Beispiel steht ihm dieses Mal Schauspielerin Gaby Wittpohl als Regieassistentin zur Seite. Das Kreativsein, die Verwandlung eines reinen Textes in ein bühnentaugliches Theaterstück, das sein Publikum findet, begeistert und beflügelt den Kulturliebhaber immer wieder aufs Neue – so auch in „Der letzte Sommer“. Neil Simons großartige Erzählkunst und Dialoge machen die Inszenierung zu einer einzigartigen Mischung aus Tragödie und Komödie. „Während man in einem Moment noch weint, könnte man in nächsten sofort loslachen – es ist ein tolles Wechselspiel“, so der gelernte Schauspieler. Das Stück gefiel ihm so gut, dass er es vor knapp einem Jahr den beiden Intendantinnen vorschlug – eine erste Kulisse und Teile der Besetzung bereits im Hinterkopf.
Der hölzerne Rohbau des Bühnenbildes steht, die Darsteller schnuppern bereits eifrig Theaterluft und die Vorfreude ist groß – nicht nur bei Lars Ceglecki, dem die Freude aufs Spiel die größte Motivation ist. (mk)

Der letzte Sommer - Premiere: Freitag, 23. August, 20 Uhr, das kleine hoftheater, Bei der Martinskirche 2. Aufführungen bis 22. September. Eintritt 18 Euro, erm. 16 Euro, Karten unter Tel.: 68 15 72 oder auf
www.hoftheater.de
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