Hamburger Sprechwerk mit neuem Programm

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Schauspielerin Konstanze Ulmer leitet das Hamburger Sprechwerk seit einem Jahr allein Foto: wb/Hanke

Das Off-Theater öffnet auch im August seinen Vorhang

Von Christian Hanke
Borgfelde
Auf den ersten Blick ist es wirklich ein wenig „off“, dasHamburger Sprechwerk, eines der bekanntesten Off-Theater der Stadt, eine kleine Bühne also mit meist knapper Finanzierung, die ihr sehr eigenes Programm realisiert. Ein Schild weist in der Klaus-Groth-Straße 23 auf die Bühne hin, die zwischen Gewerbetrieben liegt. An einem Kfz-Betrieb und seinen Automobilen geht´s vorbei auf eine Treppe zu, deren Stufen man erklimmt, um das Sprechwerk in einer früheren Speditionshalle zu betreten. Hinter dem kleinen Foyer mit Tresen für den Getränkeverkauf eröffnet sich den Gästen eine erstaunlich große und tiefe Bühne. Hier spielen seit 2003 freie Theatergruppen. Der umtriebige Regisseur und Dramaturg Andreas Lübbers hatte die Bühne, die damals einer Schule für Veranstaltungstechniker als Übungsraum diente, entdeckt, die Räume gemietet, und eine Spielstätte für freies Theater gegründet. So ziemlich alle Spielarten der Bühnenkunst waren im Hamburger Sprechwerk zu sehen. Seit einem Jahr ist vieles anders. Gründer Andreas Lübbers hat sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und die Leitung an seine langjährige Mitstreiterin, die Schauspielerin und Regisseurin Konstanze Ulmer, übergeben, die in nur einer Spielzeit ein wirkliches Off-Theater geformt hat. Ein Theater mit Profil, das in zwei bis drei Eigenproduktionen pro Spielzeit zu sehen ist, in denen nahezu dieselben Schauspieler mitwirken. „Aus unserer Kraft selbst Stücke entwickeln“ lautet die Devise von Konstanze Ulmer. In einem Brainstorming hat sie mit Andreas Lübbers den Leitfaden des neuen Hamburger Sprechwerks entwickelt. Und ging sogleich ans Werk. „Wortgefechte“ übertitelte sie die drei Inszenierungen, die in der Spielzeit 2015/16 im Sprechwerk zu sehen waren.

Auch im August hat das Sprechwerk schon Programm


Am Donnerstag, 4. August, Improvisationstheater mit den Zuckerschweinen aus Hamburg (auch 1.9. sowie 18.8.: Viertelfinale der Impro-Liga), 5.8.: Schöner Scheitern mit Ringelnatz (Kleinkunst mit Liedern, Gedichten, Zitaten, Anekdoten), 13.8.: Tanzshow „The FantastiX – The Future is now“, 20.8.: „Leonce und Lena in the Box“, Büchners Klassiker für die Generation Pop mit Puppen, 21.8.: Weiberheld? Mit Tucholsky im Bett, Kurt Tucholskys Frauen sprechen (18 Uhr), 27.8.: Büro und Weltherrschaft, Comedy mit Andrea Volk. Alle Vorstellungen bis auf Tucholsky (21.8.) beginnen um 20 Uhr.

Weitere Infos und Karten: Hamburger Sprecherwerk, Telefon 69 65 05 05
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