Japanische Tagträume

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„Sand Dunes“ von Shoji Ueda, 1952 Foto: Shoji Ueda Office

Fotoausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe

Von Natascha Gotta
Hamburg
Das Museum für Kunst und Gewerbe besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen zeitgenössischer japanischer Fotografie außerhalb Japans. Die ausgewählten Werke für die Ausstellung „Japanische Tagträume“ sollen die Entwicklung der japanischen Fotografie zwischen den 1930-iger und den 1980-iger Jahren nachvollziehbar machen. Die Fotos spiegeln dabei die Spannung zwischen Tradition und Innovation wider, die das Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchlebte und extremen, gesellschaftlichen Veränderungen unterwarf. Kanbei Hanaya thematisierte in den 1930-igern mit seinen Dunkelkammerexperimenten Licht und Bewegung als Phänomene der Moderne. Als Hommage an die religiösen Wurzeln Japans erweckte Irie Taikichi in den 1940-igern die Puppen des Bunraku-Theaters in Osaka mit seinen Fotos zum Leben. In den 1970-iger Jahren platzierte Satoshi Saito fotografierte Wirklichkeitsausschnitte an den Ort ihrer Entstehung und lichtete sie dort erneut ab. Die Stillleben von Sandstrukturen zeigen bei Toshio Shibata die Schönheit im Alltäglichen. Zu den weiteren Künstlern gehören Masamichi Harada, Hiroki Nishiura, Toshio Shibata und Shoji Ueda.

Japanische Tagträume: bis 10. Juli, Dienstag bis Sonntag 10 -18 Uhr, Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz 1, Telefon 428 13 10, Eintritt: 12 Euro (8 erm.), unter 18 J. frei
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