Kleines Hoftheater startet in die neue Saison

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Das kleine Hoftheater gleich neben der Kirche hat seinen festen Platz im Horner Kulturleben Foto: Hörmann
 
Die beiden Theaterchefinnen Claudia Isbarn (l.) und Petra Behrsing Foto: Hörmann

Das Privattheater in Horn hat sich einen festen Platz im Hamburger Kulturleben erarbeitet

Von Stefanie Hörmann
Horn
Zwei Frauen – ein Lebenstraum: Schauspielerin werden, auch wenn die Familie das damals nicht so toll fand. Und das Allerschönste wäre ein eigenes Theater. 30 Jahre später sitzen die beiden Theaterleiterinnen aus Leidenschaft, Petra Behrsing und Claudia Isbarn, entspannt auf dem Sofa in der Deko des kleinen Hoftheaters. Sie haben es geschafft und das Unmögliche möglich gemacht: Ein erfolgreiches kleines Privattheater mit mehr als 300 Abonnenten, das ist in diesen Zeiten der knappen Kulturkassen fast ein Wunder. Das kleine Hoftheater ist 2006 von Wandsbek nach Horn gezogen und hat sich seinen festen Platz im Kulturleben des Stadtteils erobert – mit Stücken, die den Menschen gefallen, die Spaß machen und oft auch zum Nachdenken anregen. Die Kulturbehörde steuert pro Saison etwa 15.000 Euro bei – ein Betrag, der eigentlich mehr eine Anerkennung des kulturellen Engagements der Theaterfrauen ist, denn damit kann man nicht einmal ein Stück auf die Bühne bringen. Das kleine Hoftheater zeigt jedoch sechs bis acht Eigenproduktionen pro Saison, der Rest wird mit Gastspielen aufgefüllt. Nach der Sommerpause beginnt der Spielbetrieb gleich am 2. September wieder mit einer Komödie, wie geschaffen für die kleine Horner Bühne: „Achterbahn“, ein Stück von Eric Assous, das einen Seitensprung in eine Berg- und Talfahrt der Emotionen verwandelt. Regie führt Petra Behrsing und das ist, wie sie uns verrät, für sie auch die schönste Arbeit im Theateralltag: „Wenn ich es schaffe, gemeinsam mit den Schauspielern ein Stück auf die Bühne zu bringen und die Vision, die man im Kopf hat, Wirklichkeit werden zu lassen, das ist für mich Glück pur“, sagt sie. Natürlich gibt es im täglichen Betrieb auch viel Schwarzbrot, beide Theaterchefinnen sind permanent und überall im Einsatz. Claudia Isbarn übernimmt neben den kaufmännischen Aufgaben auch den Vorverkauf an jedem Donnerstag von 17 bis 19 Uhr. Dienstagvormittag gibt es einen telefonischen Vorverkauf, den macht Petra Behrsing. Dazu kommt eine schier endlose Reihe von kleinen und großen Pflichten, da muss ein neuer Scheinwerfer her oder die Dekoration umgestaltet werden. Und schließlich möchte auch das Publikum in einem kleinen Theater den Kontakt zur Theaterleitung – hier schlägt das Herz von Claudia Isbarn: „Ich finde es am schönsten, nach einer Vorstellung an der Tür zu stehen und 100 glückliche Menschen zu sehen, die mit einem Lächeln nach Hause gehen, dafür hat sich der Einsatz gelohnt.“ Bei dem nächsten Stück, das sie inszeniert, „Gute Geister“, zu sehen ab Oktober, wird ihr das bestimmt gelingen, denn die Kombination von „Spuk“ und „Spaß“ verspricht gute Unterhaltung. Und dann gibt es im kleinen Hoftheater auch wieder ein Kindermärchen. In diesem Jahr steht Kalif Storch auf dem Programm. Der Vorverkauf beginnt im Oktober, das Weihnachtsstück ist immer schnell ausverkauft. Die beiden Theaterleiterinnen haben noch einen besonderen Tipp: „Die Generalprobe für das Kindermärchen ist bei uns immer öffentlich und abends“, erzählt Petra Behrsing, „da kommen fast nur Erwachsene und junge Erwachsene, die früher gern ins Kindermärchen gegangen sind. Die Stimmung ist immer toll.“ Das sollten sich alle, die Freude an Märchen haben, nicht entgehen lassen. (sh)

ab 2. September, „Achterbahn“, Das kleine Hoftheater, Bei der Martinskirche 2, Karten: dienstags 9 bis 12 Uhr, Telefon 68 15 72. Eintritt: 20 Euro, ermäßigt 18 Euro. Öffentliche Generalprobe Kindermärchen: Freitag, 18. November, 19.30 Uhr, Eintritt: 12 Euro. Weitere Infos: Das kleine Hoftheater
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