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Seinen Wurzeln auf der Spur: Choreografin Jessica Nupen zeigt ihre afrikanische Odyssee als getanzte BiografieFoto: Hamburger Sprechwerk

Interkulturelles Festival „eigenarten“ im Sprechwerk

Von Mona Kampe
Borgfelde. Zwei Welten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Zwei 38-jährige Frauen leben in São Paulo - die eine mit ihrer Mutter und sechs Kindern in der Favela Peinha, die andere in einer noblen Hochhaussiedlung direkt nebenan. Sophia arbeitet in einer Küche, ständig in Angst um sich und ihre Familie. Denise ist Augenärztin und wird von Alarmanlagen und Sicherheitsmännern beschützt. Doch so unüberwindbar die Grenze der beiden Welten scheint, genau hier begegnen sie sich. Mit vier Künstlern aus Deutschland und Brasilien präsentiert Theresa Schram beim Festival „eigenarten“ eine Performance aus Tanz, Gesang und Musik voller Gegensätze, Berührungsängste und Hoffnung. Anschließend diskutieren die Künstler mit den Zuschauern über die „soziale Schere“ in Deutschland.
Marrakesch wild und lebendig: Jula Lüthje hat ihre eigenen Eindrücke in Marokko gesammelt und als Tanz-Performance nach Hamburg gebracht. Gemeinsam mit Jazmyne Koch und Mariana Madeira Humann tanzt sie sich in Ekstase. Andre Sobo und Ahmed Baska sorgen für die musikalische Untermalung.
Dem afrikanische Lebensgefühl, der Kultur und Identität spürt die Choreografin Jessica Nupen in ihrem Stück Arfridyssey“ nach. Die Odyssee ducrh den schwarzen Kontinent ist in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Jürgen Schadeberg und dem Künstler Dan Halter entstanden und ist eine authentische, originelle Mischung aus Reportage, Geschichte und getanzter Biografie.
„FavelaGeschichten“, „Marrakesch/Mixtour“ und „Afridyssey“ sind drei von vielen interkulturellen Produktionen, die bei dem intFestival „eigenarten“ präsentiert werden. Diesen liegen tiefgehende Erfahrungen von Hamburger Künstlerinnen zugrunde, die in mehreren Kulturen zu Hause sind.


Mo, 28.10., 20 Uhr (FavelaGeschichten), Mi, 30.10. und Do, 31.10, 20 Uhr (Marrakesch), Fr. 1.11. und Sa. 2.11., 20 Uhr (Afridyssey), Hamburger Sprechwerk, Klaus-Groth-Straße 23. Eintritt ab € 9,-, t 0180 - 50 40 300 oder hamburgersprechwerk
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