Legenden stellen aus

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Die „Rixdorfer“ residieren jetzt in Hamm. Hier stellen sie zum Jubiläum aus.Foto: hfr/Fabrik der Künste

Fabrik der Künste wird 50

Hamm. In Kreisen von Künstlern und Kennern waren „Die Rixdorfer“ und ihre Drucke mittels ausgedienter Blei- und Holzlettern bereits vor 50 Jahren ein Begriff – heute sind die vier Bohemiens eine hochvitale Künstlerlegende zu Lebzeiten: bloß ein halbes Jahrhundert älter.
Grund genug für die Fabrik der Künste, sich mit einer Ausstellung zum Thema „Rixdorfer Drucke“ zu widmen. 1963 wurde in einem Berliner Hinterhof unter dem Patronat des Berliner Poeten Günter Bruno Fuchs die Werkstatt „Rixdorfer Drucke“ gegründet. Sie besteht heute aus den vier Künstlern Uwe Bremer, Albert Schindehütte, Johannes Vennekamp und Arno Waldschmidt. „Jeder der vier Künstler hat sein eigenes Oeuvre, aber jeder stellt das seine unter das gemeinsam beschlossene Konzept, wenn es um ein Projekt der Gruppe geht“, sagt Horst Werner, Leiter der Fabrik der Künste und ergänzt: „Ich freue mich, dass die vier Künstler zu unserer Vernissage persönlich anwesend sein werden.“

Repräsentativer Querschnitt

Die Ausstellung anlässlich des 50sten Jubiläums der Gruppe zeigt noch bis zum 20. Februar einen repräsentativen Querschnitt aus den Werken der „Rixdorfer“. In der Ausstellung gibt es zudem die Neuerscheinungen zum Jubiläum zu bewundern: Das Mappenwerk „Rixdorfer Totentanz“ mit Versen von Otto Jägersberg, sowie „Die Druckwerkstatt der Dichter – Rixdorfer Wort- und Bilderbögen“ im Folienformat.
In der Druckwerkstatt entstanden über die Jahre immer neue respektlose und witzige Einfälle, die dem politischen und kulturellen Leben Deutschlands auf den Zahn fühlten. Kalender, Bilderbögen, Mappen und Illustrationen tragen die unverwechselbare Handschrift der „Rixdorfer“. Diese ließ neue Sehweisen entstehen und veränderten die Ästhetik der seither tätigen Pressedrucker. Das Konzept ist literarisch, was zur Zusammenarbeit mit zahlreichen bekannten und weniger bekannten Dichtern und Schriftstellern führte. (mr)

Fabrik der Künste, Kreuzbrook 10/12,
Tel.: 86 68 57 17, www.fabrikderkuenste.de. Öffnungszeiten: Dienstag - Sonnabend, 14-19 Uhr, Sonntag, 11-18 Uhr Eintrittspreise:
Erwachsene 5, erm. 3 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei.
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