Radikale Fotografien im Haus der Photographie

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Der deutsche Fotograf Miron Zownir porträtiert seit 30 Jahren die Nachtseiten und Abgründe des menschlichen Daseins in den Großstädten dieser Welt Foto: M. Zownir, NYC 1982. © M. Zownir

Hamburger Deichtorhallen zeigen Dokumentarfotografien von Ken Schles, Jeffrey Silverthorne und Miron Zownir

Von Natascha Gotta
Hamburg
Prostituierte, Homosexuelle, Transsexuelle, Obdachlose, Junkies, Tote im Leichenschauhaus: Menschen am Rande der Gesellschaft. Die Ausstellung „Ken Schles, Jeffrey Silverthorne und Miron Zownir“ im Haus der Photografie zeigt die Undergroundszene einer Großstadt, ihre Versprechungen und ihre dunklen Seiten. Die 470 Dokumentarfotografien des deutschen Fotografen Zownir und seiner zwei US-Kollegen Schles und Silverthorne setzen sich radikal mit den Themen Sexualität, Lust, Gewalt und Tod auseinander. Die gemeinsame Schnittstelle ihrer Arbeiten ist die Stadt New York in den 1980iger Jahren. „Alle drei berühren gesellschaftliche Tabus, die wir meiden. Mit der Kraft des radikalen Blicks wird die Wirklichkeit in unser Bewusstsein zurück katapultiert und damit wieder Teil unserer Existenz“, sagte Kurator Ingo Taubhorn. Für Taubhorn sei das die persönlichste, radikalste Schau, die er je gemacht habe. Aufgrund der drastischen Inhalte haben Jugendliche unter 16 Jahren nur Zutritt in Begleitung Erwachsener.

„Ken Schles, Jeffrey Silverthorne und Miron Zownir“: bis 7. August, Dienstag bis Sonntag, 11 - 18 Uhr, Haus der Photographie/Hamburger Deichtorhallen, Deichtorstraße 1 - 2, Telefon 321030, Eintritt: 10 Euro (6 erm.), unter 18 J. frei
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