Raymond Pettibon: „Homo Americanus“

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Vom Underground ins Museum of Modern Art in New York: Raymond Pettibonzählt zu wichtigsten US-Künstlern der Gegenwart und gilt als kritischer Chronist seiner Zeit Foto: Pettibon

Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen zeigt umfangreiche Werkschau des US-Künstlers

Von Natascha Gotta
Hamburg
Die Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen zeigt auf vier Etagen mit 1.200 Arbeiten die größte jemals gezeigte Werkschau des US-Künstlers Raymond Pettibon. „Homo Americanus“ zeigt, wie sich der 59-Jährige seit 40 Jahren mit den dunklen Seiten des „American Dream“ auseinandersetzt – überwiegend mit Tuschezeichnungen im Comicstil, collagiert mit Textpassagen. Die ersten zwei Etagen zeigen Arbeiten aus den 1970-er und 1980-er Jahren: Zeichnungen, Flyer, Fanzines und Plattencover der Punk-Band „Black Flag“, die sein Bruder gegründet hat. Die Arbeiten machten Pettibon zum Kultzeichner der US-Punkszene. Er zeichnet ohne Tabus und provozierend. Seine Themen sind der Verfall Uder Hippie-Kultur, Mord in der Drogenwelt, Familien- und Geschlechterkonflikte, Rassismus und Sexismus. Aber auch die Religiosität in den USA und männliche Machtfantasien beschäftigen Pettibon. Neben einer chronologischen Ordnung sind die Werke nach Motivgruppen strukturiert. Dazu zählen Surfer, Baseball, Züge, die Bibel, das Herz und der Phallus. Im vierten Stock rechnet er mit George W. Bush und dem US-Krieg im Irak ab.

Raymond Pettibon – Homo Americanus: bis 11. 9., jeden 1. So. im Monat von 12 - 17 Uhr ohne Anmeldung. Führungen mit Anmeldung: Do./Fr. 18 Uhr, Sa. 12, 15 Uhr, So. 12, 15, 17 Uhr, Sammlung Falckenberg, Wilstorfer Straße 71, Telefon 32 50 67 62, Eintritt: 15 Euro (10 erm.), unter 18 J. frei. Buchung: Deichtorhallen Hamburg
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