Spiel um Hoffnung

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In „Das Schiff Esperanza“ lernt Axel seinen Vater kennen – was er dabei erfährt, gefällt ihm nicht Foto: Partick Bieber

In „Das Schiff Esperanza“ bringt das Zimmer-Theater ein brandaktuelles Thema auf die Bühne

Horn Die neueste Inszenierung des Zimmer-Theaters an der Washingtonallee ist rund 60 Jahre alt, könnte aber aktueller nicht sein. In „Das Schiff Esperanza“ heuert der Leichtmatrose Axel Grove auf dem Schiff Esperanza an. Dessen Kapitän ist sein totgeglaubter Vater. Axel hofft, die Beziehungen zu seinem Vater wieder zu beleben. Diese Hoffnung wird zerstört, als er herausfinden muss, dass Kapitän Grove und seine Crew Menschen unter unwürdigen Bedingungen illegal in ein anderes Land schmuggeln und sich dadurch bereichern. Axel sieht in den Flüchtlingen Menschen, denen übel mitgespielt wird, während die anderen Besatzungsmitglieder sie als „Versager“ und „Unrat“ bezeichnen, den sie so schnell wie möglich wegschaffen wollen. Die Lage spitzt sich zu und Axel muss eine Entscheidung treffen, deren Bedingungen er nicht kennt. Fred von Hoerschelmann hat das Hörspiel in den 1950-er Jahren während der Auswanderungswelle nach Amerika geschrieben. Das Stück wurde mittlerweile in 20 Sprachen übersetzt und ist ein halbes Jahrhundert später wieder brandaktuell, nicht zuletzt auch durch Stimmen heute geflohener Menschen, die von ihrer Heimat, der Flucht und der Hoffnung auf ein neues Leben in Frieden und Sicherheit sprechen.

Zuschauer ganz nah


Das Theater-Trio, Lars Ceglecki, Sandra Kiefer und Jan Holtappels heuerten für die Produktion mit Helmut Gentsch, Stephan Arweiler, Ulf Albrecht und Fridtjof Bundel noch vier weitere Kollegen an. Die Zuschauer sind in gewohnter Zimmer-Manier den Schauspielern ganz nah. So reicht das Bühnenbild in Hafen-Optik in das ganze Theater hinein. (mdt)

„Das Schiff Esperanza“, Theater das Zimmer, Washingtonallee 42, Tickets und Termine unter www.theater-das-zimmer.de oder Telefon 040/65991168
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