Wenn Vorurteile fallen und die Wahrheit erblüht

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Der neue Roman von Sabine Adatepe

Die Hamburger Autorin Sabine Adatepe veröffentlicht Ende November ihren Debütroman „Kein Frühling für Bahar“. Der multikulturelle Stadtteil Wilhelmsburg bildet die Kulisse für einen Roman über den Umgang der Gesellschaft mit dem Thema „Ehrenmord“ und Mittel der Verständigung. Dabei profitiert sie von ihrer langjährigen ehrenamtlichen Erfahrung im Migraten- und Flüchtlingsmilieu.

Hamburg, 19.11.13. Offizielle Statistiken über „Ehrenmorde“ lassen sich kaum finden, dennoch schätzen die Vereinten Nationen die Zahl der jährlichen Ehrenmorde auf ca. 5000. Kriminologisch ist eine Unterscheidung zu „normalen“ Partnertötungen, die auch in der deutschen Mehrheitsbevölkerung vorkommen, kaum möglich. Jedoch wird oftmals jede Beziehungstat mit muslimischem Hintergrund als „Ehrenmord“ betitelt, verbunden mit medialer Hetzte. Vor diesem Hintergrund beginnt der Debütroman der Hamburger Autorin Sabine Adatepe:
Die junge Deutschtürkin Bahar ist tot. Alles schreit: Ehrenmord! Dies ist nicht so eindeutig, stellt die Sozialarbeiterin Ina schnell bei ihrer Spurensuche im „Problemviertel“ Wilhelmsburg fest. Auf der anderen Seite erzählt Bahars türkischer Großvater seine Sicht der Geschichte. Beide Protagonisten sehen sich mit eigenen Vorurteilen konfrontiert und sind gleichzeitig gezwungen, althergebrachte Denkweisen zu hinterfragen. Für frischen Wind und einige Überraschungen sorgt dabei die junge Generation, mit und ohne Migrationshintergrund.

Am 13.12.13 stellt die Autorin ihren Roman bei der Premierenlesung in der W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg vor.

Sabine Adatepe wurde 1963 in Hamburg geboren. Kurz vor dem Abitur verschlug es sie in die Migranten- und Flüchtlingsszene, wo sie Türkisch lernte und sich mehrere Jahre ehrenamtlich engagierte. Anschließend studierte sie Turkologie, Germanistik und Iranistik und begann als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache zu arbeiten. Seit 1990 übersetzt sie freiberuflich aus dem Türkischen, legte später auch die staatliche Prüfung als Übersetzerin ab. Nach einem kürzeren Aufenthalt in Köln/Bonn und einem längeren in Istanbul lebt sie seit 1999 wieder in Hamburg und verdient ihr Brot als literarische Übersetzerin. In der Jugend schrieb sie Lyrik und Kurzgeschichten, heute schreibt sie vor allem Rezensionen, Essays und Artikel zu interkulturellen Themen und führt ein literarisches Blog. Sie kuratiert und moderiert literarische Veranstaltungen und dolmetscht für türkische AutorInnen.
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