148 Plätze für Senioren

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Wo die Schleemer Mühle war, soll ein Pflegeheim entstehen Grafik: wb
 
Auf dem Gebiet des heutigen Billstedt befanden sich mehrere Mühlen. Das Foto zeigt die einstige Mühle an der Kapellenstraße Foto: Geschichtswerkstatt Billstedt

Wo die Schleemer Mühle war, soll ein Pflegeheim entstehen. Spatenstich 2016

Von Frank Berno Timm
Billstedt Was wird mit dem unbebauten Gelände der früheren Schleemer Mühle an der Kapellenstraße? Seit die letzte Bebauung verschwand, herrscht Ruhe. Das Wochenblatt hat nachgefragt und fand heraus: Ein Seniorenheim ist genehmigt, der erste Spatenstich soll im Februar folgen.
Die Bauleute sind erstmal abgezogen, der Bürgersteig an der Kapellenstraße schon lange wieder begehbar. Dort, wo zuletzt ein kleines Gewerbegebiet war, holen sich Gräser und Sträucher das Gelände zurück. Ein Mauerrest, zwei Tore, ansonsten Bauzäune, die unbefugtes Begehen verhindern sollen, nur wenig Graffitti.

Regionalausschuss entschied 2014


Wer abreißt, will neu bauen. Laut Bezirksamtssprecher Norman Cordes ist hier die Genehmigung für den Bau eines Seniorenheims erteilt worden. Zuständig sei der Regionalausschuss Billstedt gewesen, diese Sitzungen seien „gem.
§ 16 Abs. 1 Bezirksverwaltungsgesetz nicht öffentlich“.
Bezirkspolitikerin Martina Hamester (SPD) kann sich an die Entscheidung vor ungefähr einem Jahr erinnern und sagt, nicht einmal den Ausschussmitgliedern sei offenbar geworden, wer den Bauantrag gestellt habe. Rico Schmidt von der Gesundheitsbehörde des Senats erinnert daran, dass der Bedarf an stationärer Pflege in Hamburg gedeckt sei. Er macht deutlich, dass darüber Einigkeit bestehe, „heute wollten und sollten die Leute eher in der eigenen Umgebung ihren Lebensabend verbringen“.

18 Millionen Euro


Ungewöhnlich ist das Projekt auch, weil die Caritas im Frühjahr 2014 laut www.altenheim.net einen Insolvenzantrag für fünf ihrer Pflegeeinrichtungen gestellt hatte. Wer also steckt hinter den Plänen? Es ist die HBB Hanseatische Gesellschaft für Seniorenheime, die nach eigenen Angaben für ihr Heim rund 18 Millionen Euro investieren und 80 Arbeitsplätze schaffen wird. In einer Information heißt es weiter, alle Zimmer würden mit einem schwellenlosen Bad ausgestattet und seien mit einer Größe von 18 bis 37 Quadratmetern „deutlich über dem von der Heimmindestbauverordnung geforderten Maß“. Ebenso würden die Räume mit Sicherheits- und Notrufeinrichtungen versehen. Die Planer sehen im Erdgeschoß einen Festsaal mit Wintergarten vor, der bei Veranstaltungen auch Nachbarn zur Verfügung stehen soll.

148 Plätze für Senioren


Betrieben werden soll das Heim von dem Unternehmen Domicil Seniorenresidenzen, das die gleiche Postadresse wie die HBB hat. Angeboten würden Leicht- bis Schwerstpflege in allen Pflegestufen, Kurzzeitpflege und ein Bereich für Demenzkranke. Insgesamt sollen 148 Plätze entstehen, das errichtete Gebäude wird 9200 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche haben. Die HBB ist ihrer Website zufolge im Centermanagement und in der Projektentwicklung für Einzelhandel und Wohnungsbau tätig. In Hamburg gibt es noch zwei weitere Domicil-Heime. Zu aktuellen Vorhaben gehört auch das neue Gebäude in der Wandsbeker Marktstraße 1.

Eröffnung ist für Sommer 2017 geplant, Besichtigung von Musterzimmern voraussichtlich ab April 2017, Kontakttelefon für Informationen: 707 07 70
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 03.02.2016 | 18:22  
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