19 Vollblüter am Start

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Ivanhowe gewann das Kölner Union-Rennen und ist damit auch Derbyfavorit. Im Sattel sitzt am Sonntag nicht Adrie de Vries (Foto, verletzt) sondern der Italiener Christian Demuro Foto: Frank Sorge

Mitfavorisierte Pferde fallen zum Derby aus

Von Hans-Eckart Jaeger
Horn. Seit Montag steht es fest: 19 dreijährige Vollblüter starten am 7. Juli im 144. Deutschen Derby in Hamburg-Horn (ZDF, 16.35 Uhr live) um Preisgelder von insgesamt 800.000 Euro. Favorit ist der Schlenderhaner Hengst Ivanhowe.
„Schade, dass das Pferd von Scheich Fahad Al Thani aus Quatar nicht laufen wird.“ Das war die erste Reaktion von Renn-Club-Präsident Eugen-Andreas Wahler, als er die Nachricht erhielt, dass der englische Hengst Willie the Whipper nicht für das Rennen des Jahres nachgemeldet wird. Sonst hätte sich der Renn-Club-Präsident über eine Nachnenngebühr von 50.000 Euro freuen können.
Die Schlussarbeit des Scheich-Pferdes war aber wenig überzeugend. Deshalb entschied seine Trainerin Ann Duffield, auf einen Derbystart zu verzichten. Zwei aussichtsreiche deutsche Galopper waren schon am Wochenende abgemeldet worden. Orsello aus dem Besitz von Rainer Hupe (Seevetal) zog sich im Training in Dortmund einen Haarriss zu und fällt sechs Monate aus. Es sollte für den 18-jährigen Amateurreiter die Derby-Premiere werden. Mitfavorit Protectionist erlitt im Training eine Knochenabsplitterung und läuft auch nicht.
„Es wird dennoch ein spannendes Derby, und das hängt auch damit zusammen, dass noch nie zuvor so viele internationale Spitzenjockeis reiten werden“, freut sich HRC-Präsident Wahler. Allen voran der italienische Championreiter Christian Demuro, der für den Favoriten Ivanhowe verpflichtet wurde.
Nach den ersten beiden von insgesamt sechs Renntagen herrschte gute Laune beim Hamburger Renn-Club. 16.000 Zuschauer kamen nach Horn, der Totoumsatz betrug knapp 800.000 Euro – mehr als im vergangenen Jahr. Überraschungen gab es auch: Die 230:10-Außenseiterin Berlin Berlin im Besitz des Gestüts Görlsdorf gewann unter Andreas Helfenbein den mit 70.000 Euro dotierten 113. IDEE-Hansa-Preis mit Nasenspitze Vorsprung auf Runaway (Steven Drowne). Für Jockey Andreas Helfenbein, 46, war es der wichtigste Treffer seit seiner Rückkehr aus Macao. 18 Monate hatte er im Fernen Osten verbracht, ist erst seit wenigen Wochen in Deutschland und hat erst gerade als Stalljockey am Gestüt Görlsdorf angeheuert.Nicht nur die edlen Vollblüter stehen an den restlichen vier Renntagen im Mittelpunkt. Heute sind die Fußballer des HSV vor Ort, und am Sonntag ist der Tag des traditionellen Hutwettbewerbs. Unter der Schirmherrschaft von Edda Darboven wertet eine Jury aus Society-Ladies und Modeexperten die schmückenden „Exponate“ aus.
Elegant, witzig, groß, klein, extravagant – all das dürfen die Hüte der Besucherinnen sein. Jede Hutträgerin, die am Sonntag am Wettbewerb teilnehmen möchte, wird fotografiert. Mit den Bildern zieht sich die Jury dann zur Beratung zurück. Der Siegerin und den Platzierten winken tolle Preise. „Mut zum Hut“ – darum geht es dieses Mal auch für die jüngsten Besucher.
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