30 Kilo weg mit Currywurst-Diät

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Rüdiger Busche (42) vorher und nachdem er es schaffte 30 Kilo abzunehmen. Fotos: mt
 
Rüdiger Busche (42) vorher und nachdem er es schaffte 30 Kilo abzunehmen. Fotos: mt

Rüdiger Busche wog 110 Kilogramm, bis er ein ungewöhnliches Rezept entdeckte

Von Marco Thielke
Rothenburgsort. Schnell abnehmen und das ganz ohne Streß und Verzicht. Solche Garantien liest man gerade jetzt im Frühling häufig. Auch Rüdiger Busche (42) kennt diese Versprechungen nur zu gut.
„Unzählige Diäten habe ich ausprobiert“, erinnert sich Busche. 110 Kilo wog der gelernte Marketingkaufmann zu seinen besten Zeiten. Und das obwohl er in den Jugendjahren leidenschaftlicher Sportler war und sich beim Rudern und auf dem Hockeyplatz zu Hause fühlte.
Durch eine Asthmaerkrankung und die darauf folgende Behandlung, nahm er sehr stark zu. Verschiedene Diäten probierte Rüdiger Busche. „Diese Zeit war für mich die reinste Tortur“, erinnert sich der Marketingkaufmann heute.
Am Ende zeigte die Waage 110 Kilo an, was ihm schließlich auch das Snowboard fahren unmöglich machte. „Das war mein Schlüsselerlebnis“, so Busche. Der 42-Jährige recherchierte auf eigene Faust und entwickelte kurzerhand seine eine Diät in Eigenregie.
Endlich hatte Jürgen Busche Erfolg, die Pfunde purzelten und kamen auch nicht mehr zurück. Familie, Freunde und Kollegen bemerkten die Veränderung schon nach kurzer Zeit. „Über die Reaktionen aus dem Freundeskreis und der Familie habe ich mich am meisten gefreut“, erklärt der Currywurst-Liebhaber. Neidische und unverständliche Blicke erntete er Anfangs.
Abnehmen mit Schnitzel und Currywurst? Das wollten viele nicht verstehen. Doch je mehr Gewicht auf der Strecke blieb, desto stärker wurde das Interesse und so hatte Busche im Büro nur noch Kochdienst. Woraufhin auch bei seinen Kollegen die Pfunde purzelten. Heute ist Jürgen Busche in Sachen Ernährung ein richtiger Experte. Damit nicht wieder so viel Kilos dazu kommen, musste Jürgen Busche seine Ernährung komplett umgekrempeln. Doch schwer fiel ihm die Umstellung seiner Essgewohheiten nicht.
„Als leidenschaftlicher Hobbykoch bin ich es gewohnt, Lebensmittel bewusst zuzubereiten“, sagt er. Schon vor seiner Radikal-Diät hat Busche meist selbst am Herd gestanden. Mit Speisen aus Fastfood-Restaurants oder vom Bestellservice hat er sich auch schon früher nicht ernährt.
Disziplin braucht man aber schon. „Besonders an Feiertagen bei Verwandten fiel es mir sehr schwer“, sagt er. Er wusste oft nicht, welche Zutaten bei den Speisen verwendet wurden und wieviel Fett und Zucker tatsächlich enthalten sind.
Bei seinem persönlichen Ernährungsplan, muss er dabei nicht einmal auf viel verzichten. So kann er ohne schlechtes Gewissen in der Mittagspause eine Currywurst essen. Natürlich keine vom Imbiss, sondern selbstgemacht. „Besonders beim Tomatenketchup ist es wichtig, das man den zuckerfreien und damit kohlenhydratarmen kauft“, sagt der 42-Jährige. Diesen kann man dann nach belieben mit Gewürzen wie Curry, Chili und Essig verfeinern. Der Werbefachmann mag es beispielsweise schärfer und hat immer ein paar Jalapenos auf dem Teller. Schnitzel stehen bei Rüdiger Busche ebenfalls häufiger auf dem Speiseplan. „Statt Semmelbröseln verwende ich bei der Panade aber Mandelmehl“, sagt Busche. Dies hat zum einen weniger Kohlenhydrate. Zudem schmeckt ihm diese Schnitzel-Variante auch viel besser. Selbst bei süßen Nachspeisen muss Rüdiger Busche auch nach seiner Ernährungsumstellung nicht verzichten. Zumindest dann, wenn er das Dessert selbst zubereitet hat. Ein Rezept für einen zuckerarmen Pudding ist zum Beispiel: Zuckerfreien Kaffeesirup, den es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt, mit Sojamilch zu vermengen und Gelantine beizumischen. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist er fertig. Damit kann man zum Beispiel Gäste verwöhnen. Auch als Mitbringsel zu einer Party sorgt diese Nachspeise garantiert für Gesprächsstoff.
Kraft für den Tag tankt Busche, indem er kohlenhydratarmes Brot isst, das es beim Bäcker gibt. Mit einem Quarkaufstrich oder Frischkäse eine leckere und nahrhafte Mahlzeit.
Doch manchmal kann auch Jürgen Busche seinen Ernährungsplan nicht einhalten. Das ist meist an Feiertagen der Fall, wenn er bei Freunden oder Verwandten eingeladen ist und er nicht selbst in der Küche steht. „Wenn ich über Weihnachten zwei Kilo zunehme, fahre ich im Anschluß zwei Wochen in den Urlaub zum Wintersport“, sagt Busche. Denn Snowboard fahren kann der 42-Jährige auch wieder, worauf er sehr stolz ist. Heute denkt er mit einem lachenden Auge zurück an die dicken Zeiten. Mit seinem neuem Gewicht kam auch ein ganz neues Lebensgefühl. „Ich hatte plötzlich sogar Lust auf Sport“, sagt Busche.
„Einen Kasten Mineralwasser, ohne einen Anfall von Atemnot, in den zweiten Stock zu tragen, war plötzlich möglich. Und nicht nur das.“ Heute ist er Mitglied in einem Fitnessstudio und besucht es auch regelmäßig. Rüdiger Busche fühlt sich heute wohl. (mt)
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