370 Wohnungen für Horn

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Die WochenBlatt-Montage greift möglichen Entwicklungen an der Bücherhalle am Rhiemsweg vor. Ob es zum Abriss kommt oder ob das bestehende Gebäude genutzt wird, ist offen Foto: zz/Montage: wb

Bezirksprogramm: Neue Pläne, auch für die Bücherhalle

Von Silvia Stammer
Horn. In Hamburg wird gebaut, was das Zeug hält. Ziel des Senats sind jährlich mindestens 6000 neue Wohnungen, davon ein Drittel öffentlich gefördert. Auch in Horn rollen an vielen Stellen die Bagger, außerdem sind „Potenzialflächen“ erkannt, wie aus dem Bezirkswohnungsbauprogramm hervorgeht. Mehr als 370 neue Wohnungen sind demnach im Bau oder geplant – unter anderem in der oder an Stelle der Bücherhalle Horn im Rhiemsweg, die ins geplante Stadtteilhaus Horner Freiheit umziehen soll.
Rund 38.000 Menschen leben in Horn, das einerseits sehr gut über Straßen und Bahnlinien erschlossen ist, andererseits eben durch viel Verkehr belastet ist. Das Quartier hat gleich zwei Superlative zu bieten: Zum einen ist Horn (mit Ausnahme der Bereiche südlich der B 5) Teil des „bundesweit größten Stadtentwicklungsprojekts“ Billstedt-Horn, das 2006 startete, wie es im Bezirk heißt. Außerdem gehört zum üppigen Grün im Stadtteil auch die Horner Marsch – mit rund 1.000 Parzellen ist dies der größte deutsche Kleingartenverein.
Immer mehr Studenten und Familien entdecken den Stadtteil. Ziel neuer Projekte ist laut Wohnungsbauprogramm „die nachhaltige Entwicklung und Förderung des familienfreundlichen Wohnens in Verbindung mit einer Verbesserung der lokalen Bildungssituation“. Ein Schlüsselprojekt ist der Bau des Stadtteilhauses Horner Freiheit, der kurz bevorsteht (das WochenBlatt berichtete).
Neue Wohnungen entstehen derzeit vor allem an drei Hausnummern in der Legienstraße durch die städtische SAGA/GWG. 88 Einheiten wurden durch Nachverdichtung an der Legienstraße 45 geschaffen. Eine Besonderheit ist dort die Anlage eines „Senioren“-Gartens zwischen den beiden Wohnblöcken. Die Neumieter der 28 Wohnungen in der Hausnummer 65 haben den U-Bahnhof Legienstraße nur fünf Minuten Fußweg entfernt. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Wegen der nahen U-Bahn ist mit Lärm und Erschütterungen zu rechnen.

Bei der dritten SAGA-Baumaßnahme in der Hausnummer 181 muss „wertvoller alter Baumbestand in größerem Maße geopfert werden“, weiß die Bezirksverwaltung. Trotzdem oder gerade deswegen ist der ruhige Standort mit 32 Neubauwohnungen ideal für Familien. Ein positiver Bauvorbescheid ist bereits erteilt.
Laut Wohnbauprogramm gibt es außerdem an der Washingtonallee 90 durch einen privaten Investor 46 neue Wohnungen. Ebenfalls in der Washingtonallee, Hausnummer 29 bis 33, wird durch Nachverdichtung mit 24 neuen SAGA-Wohnungen zu rechnen sein. An der Ecke Sievekingsallee/Horner Weg könnte ab 2016 ein bestehender Wohnblock abgerissen, neu gebaut und ergänzt werden. Die Zahl der neuen Appartements ist noch unklar.
Außerdem sind verschiedene Ecken als „Potenzialflächen“ erkannt worden:
- An der Ecke Querkamp/Kroogblöcke könnten ab 2014 etwa 72 neue Wohnungen entstehen. Die SAGA/GWG soll ebenfalls ab kommendem Jahr etwa 30 Mietern neue Möglichkeiten im Rhiemsweg bieten. Der Standort gilt als besonders ruhig und angenehm für Familien. Wer weiß, ob dann nicht in der Bücherhalle jemand sein Bett aufstellt: Die Bücherei soll nämlich ins künftige Stadtteilhaus umziehen, dann würde „Gebäude/Grundstück für Wohnbebauung“ zur Verfügung stehen. Das Gebäude der ehemaligen Mütterberatung steht bereits leer und könnte ebenfalls miteinbezogen werden. Weiteres Potenzial liegt auch noch in der südlichen Rennbahnstraße (zwölf Wohnungen ab 2014), in der Culinstraße 37 (20 Wohneinheiten) und in der Horner Landstraße 110 (20 WE, Baubeginn noch 2013 möglich). Ganz schön viel los also im Stadtteil!
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