Achtung Autofahrer, ABC-Schützen unterwegs!

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Sohail freut sich riesig auf die erste Klasse Foto: Grell

Am 6. September werden in Hamburg gut 14.000 Kinder eingeschult. Viele Erstklässer sind im Straßenverkehr noch ungeübt

Hamburg/Billstedt Am 6. September machen sich die Erstklässler auf den Weg zu ihrem aufregenden ersten Schultag. Laut der Hamburger Schulbehörde werden an der staatlichen Schulen 14.064 Kinder eingeschult. Die meisten von ihnen kennen die zukünftige Schule und sogar die eigene Lehrerin schon durch ein vorheriges Kennenlernen, die Freude darüber, dass es nun endlich losgeht, ist dann aber bei der Einschulung noch einmal riesengroß. Klassisch für die erste Woche nach der Einschulung ist die Hamburgweite Aktion, bei der Drittklässler Autofahrer auf die neuen ABC-Schützen und die Gefahren für die Verkehrsanfänger hinweisen. Wer den Schulweg zum ersten Mal ganz allein hinter sich bringen muss, ist eben noch nicht so fit. Mit kleinen Hinweiszetteln werden die Autofahrer ausführlich informiert. Auch Sohail Karwan (6) aus Horn ist dabei und hat von seiner Schule sogar schon lange vor dem Start Post bekommen. „Ich habe einen Brief mit einem selbstgemalten Bild von einem Schüler bekommen“, erzählt Sohail, „auf dem war ein Fußball zu sehen und zwei große Tore“. Deshalb freut sich der Sechsjährige, der bisher in die Frosch Kita im kleinen Einkaufszentrum an der Manshardtstraße ging, auch schon riesig auf die Pausen, in denen er dann wohl richtig viel Fußball spielen wird. „Wenn der Junge einen Ball malt, dann heißt das doch, dass wir damit spielen werden“, hofft Sohail. Seine Schultüte hat der ABC-Schütze schon vor dem ersten Schultag bekommen, weil er es einfach nicht mehr aushalten konnte. „Ich war so aufgeregt, dass ich immer wieder gefragt habe.“ Nach alter Tradition werden die Schultüten meist noch bis zur Einschulung versteckt und erst dann den Kindern überreicht. Ausnahmen muss es aber natürlich auch immer geben. Sohail kennt seinen Schulweg bereits und freut sich nun auf das Malen, das Rechnen und ein bisschen auch aufs Schreiben, denn immerhin kennt er bereits die Buchstaben und kann auch seinen Namen und ein paar erste Wörter schreiben. Zusammen mit drei Freunden, die bei ihm in der Nachbarschaft wohnen, wird er in die Grundschule Speckenreye eingeschult und muss nur ein paar Minuten von Zuhause bis dahin gehen. Ein wenig wird er die Kinder aus der Kita vermissen und auch Heike, die Leiterin, die er „so gern mochte“. Aber was jetzt auf ihn wartet ist schließlich aufregender. Die Grundschule stellt sich Sohail viel größer als jede Kita vor und „da gibt es auch viel mehr Kinder“, vermutet er. Wenn es mit dem Malen weiter gut klappt, will Sohail Künstler werden, eventuell aber auch Polizist. Oder Feuerwehrmann. (kg)
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