Achtung, Hamburger Schulkinder unterwegs!

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Mit selbstgebastelten Schildern haben die Kinder der dritten Klasse der Grundschule Mümmelmannsberg die Erstklässler unterstützt, damit Autofahrer jetzt besonders viel Rücksicht nehmen Fotos: Grell

Senator Ties Rabe bei Verkehrs-Info-Aktion an der Grundschule Mümmelmannsberg

Von Karen Grell
Hamburg. „Danke“ steht auf einer kleinen Schultüte, die Kinder der dritten Klasse der Grundschule Mümmelmannsberg am vergangenen Freitag kurz vor den Einschulungen in Hamburg zusammen mit Schulsenator Ties Rabe an Autofahrer verteilt haben. Danke dafür, dass alle Verkehrsteilnehmer intensiv auf die Anfänger in den Straßen achten: die Erstklässler. „Wir haben ein Plakat gemalt, damit die Autos langsam fahren“, erklären Gina und Fabi, die diese Aktion „toll“ fanden und auch begeistert davon waren, dass so viele Polizisten und sogar der Senator sich Zeit genommen hatten. Allein im vergangenen Jahr verunglückten fast 400 Kinder auf Hamburgs Straßen.
Autofahrer müssen jetzt wieder besonders aufpassen, denn 13.500 Kinder werden in dieser Woche eingeschult. Auch die Polizei Hamburg bittet alle Autofahrer um ganz besondere Aufmerksamkeit, damit Unfälle verhindert werden können. Für die ABC-Schützen sei der Weg zur Schule eine ganz neue Erfahrung, die mit vielen Herausforderungen verbunden ist. Trotz aller Vorbereitung gilt: Schulanfänger bewegen sich noch unsicher im Straßenverkehr und brauchen zum Schulanfang besonders viel Rücksichtnahme. Ab Montag wird die Polizei im Umfeld von Schulen zudem unterschiedlichste Einsätze durchführen, um die Sicherheit im Bereich von Grundschulen noch weiter zu erhöhen. Besondere Gefahren für die Erstklässler sind immer wieder Fahrer, die mit überhöhter Geschwindigkeiten an Schulen und Kitas unterwegs sind, noch schnell bei Rot fahren, wo Kinder das grüne Licht kaum erwarten können oder die Zebrastreifen ganz einfach ignorieren. Ganz wichtig für alle Autofahrer ist deshalb jetzt, schon rechtzeitig bei gelb an den Schulen zu bremsen, direkt vor dem Zebrastreifen zu halten, damit das Kind weiß, dass es gesehen wurde und losgehen kann. Auch sollte in der dunklen Jahreszeit verstärkt auf Kinder geachtet werden, da man sich schnell übersieht. Wer gerade erst eingeschult wurde und aufgeregt ist, weil er seine Freunde in der neuen Klasse wiedersehen will, macht im Straßenverkehr viel schneller einen kleinen Fehler als ein routinierter Autofahrer, der im Büro auch mal ein paar Minuten zu spät kommen kann. Das Argument: „Ich fahre langsam, weil ich auf Kinder achte“, wird jeden Chef überzeugen. (kg)
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