Ärger trotz des Umbaus

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Autos, die Richtung Norden wollen, müssen an Fahrradfahrern vorbei – wenn sie denn ihre Spuren benutzen Fotos: fbt

Stau und Lärm an der Eiffe- und Diagonalstraße sind weiter ein Thema

Von Frank Berno Timm

Hamm Dass der Lärm an der Kreuzung Eiffe-/Diagonal-straße erheblich ist, liegt an dem Verkehr auf der Bundesstraße 5. Aber auch der Zulauf ist in die Kritik geraten. Die Reaktionen der Nutzer und Nachbarn sind unterschiedlich – von „lebensgefährlich“ bis „super“ reichen die Meinungen der Wochenblatt-Leser.

Wer die Diagonalstraße vom Tierheim her Richtung Hamm fährt, muss mit dem Auto auf durchfahrende Radfahrer achten, wenn er rechts nach Bergedorf abbiegen will. „Was dem einen sein Uhl, is dem annern sein Nachtigall“, heißt es im Sprichwort, doch so einfach ist es nicht. Denn es passiert dreierlei: Kaum ein Radfahrer nutzt, so ist zu beobachten, in Richtung Norden die spezielle Linksabbiegespur. Sie scheint überflüssig zu sein. Vielmehr fahren die Radler über Bürgersteige, quer durch die benachbarte Tankstelle, hetzen auf der falschen Seite durch das Geschehen der Kreuzung. Zweitens schiebt sich im Feierabendverkehr eine Blechlawine stadteinwärts, die locker über die Kanalbrücke reicht.
Drittens, bemängelt einer der Nachbarn, dass an der Kante zwischen Kopfsteinpflaster und normalem Straßenbelag in der Diagonalstraße Richtung Süden so schnell gefahren wird, dass immer wieder neue Straßenschäden entstehen, die notdürftig geflickt werden – eine Kette ohne Ende – und laut ist es obendrein.

Befürchtungen wurden wahr


Im vergangenen Jahr wurde die Kreuzung mit der B5 und die anschließende Diagonalstraße aufwändig umgebaut. Radwege wurden auf die Straße verlegt, Bäume gepflanzt, der Belag (vor allem nördlich der Eiffestraße) in Ordnung gebracht, ein Blindenleitsystem eingebaut. Die Kreuzung selbst wurde für Radfahrer sehr aufwändig mit zwei Fahrradspuren in Richtung Norden gestaltet.
Im letzten Hammer Regionalausschuss war nun zu hören, der befürchtete Effekt, dass es dadurch zu Stauentwicklungen komme, sei eingetreten. „Das ist LSBG-Land“, hieß es. Zuständig für die Planung ist der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), der zur Verkehrsbehörde gehört.

Kreisel empfohlen

Die südlich angrenzende Kreuzung mit der Wendenstraße ist ebenfalls in den Mittelpunkt des Interesses gerückt: Dort empfiehlt die Polizei, einen Kreisverkehr zu etablieren, damit Fußgänger besser über die Kreuzung kommen (das Wochenblatt berichtete).
Richard Lemloh von der Verkehrsbehörde sagte, derzeit sei an der Kreuzung Eiffe-/Diagonalstraße keine neue Planung vorgesehen, „der Bezirk müsste auf uns zukommen“.
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