Aktiv am Runden Tisch

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Haben einen „Runden Tisch“ ins Leben gerufen, um Flüchtlingen zu helfen: Thurid Schwerdtfeger (re.) und Yannick Regh Foto: Jenssen
 
Die Flüchtlingsunterkunft an der Wendenstraße Foto: Jenssen

Flüchtlinge in Hamm und Borgfelde werden unterstützt

Von Martin Jenssen
Hamm/Borgfelde
In ihrer Heimat haben sie alles verloren. Ihr Leben wurde bedroht. Nun suchen sie Frieden und Schutz in Deutschland. Allein nach Hamburg kommen zur Zeit rund 600 Flüchtlinge in jedem Monat. In den Hamburger Stadtteilen werden deshalb immer mehr Heime benötigt. Etwa 1.000 Flüchtlinge werden in Hamm und Borgfelde untergebracht. „Das ist durchaus vertretbar“, sagt Yannick Regh, Abgeordneter der SPD im Bezirk Mitte. Verteilt werden die Flüchtlinge auf Unterkünfte in der Wendenstraße, in der Eiffestraße in der Hinrichsenstraße und am Normannenweg. So haben in einem ehemaligen Appartementhotel in der Wendenstraße in Hamm 164 Flüchtlinge vorerst ein neues Heim gefunden.
Leicht ist das Leben dort nicht. Aber etwas leichter wird es durch die große Hilfsbereitschaft der Bürger aus Hamm und Borgfelde. Um diese Hilfe zu bündeln, aber auch um Probleme anzusprechen, die es in den Unterkünften gibt, haben Thurid Schwerdtfeger und Merle Ahrens vom sozialen Management der Unterkunft sowie Yannick Regh einen „Runden Tisch“ ins Leben gerufen. Regelmäßig sollen dort Mitarbeiter der Unterkünfte, Politiker, freiwillige Helfer und Vertreter von Vereinen und Organisationen aus den Stadtteilen besprechen, wie die Lage der Flüchtlinge verbessert werden kann. Erstes Treffen war in der Wendenstraße.
In dem ehemaligen Hotel wohnen hauptsächlich junge Familien aus Syrien und Afghanistan. In den Appartements verfügen sie über eine eigene Toilette und eine Küche. „Das ist von großem Vorteil“, so Heimleiterin Thurid Schwerdtfeger. „Auch wenn die Wohnverhältnisse für die Familien doch sehr beengt sind.“

Helfer gesucht


Ein Drittel der Flüchtlinge sind Kinder. Viele der 58 Kinder besuchen die Ganztagsgrundschule Osterbrook. Die Kinder lernen sehr gut und sehr schnell, vor allem die deutsche Sprache. Nette Betreuung und Aufnahme finden die Kinder und Jugendlichen auch im nahegelegenen Jugendtreff.
Um die Bewohner der Unterkunft an der Wendenstraße kümmern sich außerdem 15 freiwillige Helfer, darunter mehrere Studenten. Über weitere Helfer, vor allem zur Betreuung der Kinder und Jugendlichen würde sich die Heimleitung freuen.
Durch die beengten Verhältnisse in den Appartements spielen die Kinder häufig in den Fluren des ehemaligen Hotels. Die Heimleitung hofft, dass man in den nächsten Tagen, wenn das Wetter wärmer wird, eine Spielecke auf dem Hinterhof der Unterkunft einrichten kann. Dafür fehlen noch Spielgeräte. Spenden wären willkommen.
Während die Frauen der Unterkunft kostenlose Beratung durch die „Elbmütter“ aus Rothenburgsort bekommen können, bereiten die jungen Familienväter in der Unterkunft noch Sorgen. Die Männer, die nicht arbeiten dürfen, brauchen Beschäftigung. Am Runden Tisch bot ein Mitarbeiter des Sportvereins HT16 spontane Hilfe an. Man könne den Männern in den Stunden, in denen die Hallen und Sportplätze durch die Mitglieder nicht frequentiert sind, Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung bieten. Im Juni wollen die Bewohner der Unterkunft zu einem Sommerfest einladen.

Die Wohnunterkunft ist unter 241 959 23 / -54 zu erreichen. Weitere Infos:
www.foerdernundwohnen.de
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2 Kommentare
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Julia Schlögl aus Borgfelde | 29.04.2015 | 22:29  
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theresa jakob aus Neustadt | 22.01.2016 | 13:33  
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